Mehr Freiheiten für Bauherren

Lokales
Schmidgaden
23.07.2015
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Für Häuslebauer gibt es in der Gemeinde künftig viel größere Gestaltungsmöglichkeiten. Dafür wurden sieben Bebauungspläne geändert. Die dazu notwendigen Beschlüsse fasste der Gemeinderat einstimmig - mit zwei Ausnahmen.

Das Verfahren zur Änderung der sieben Bebauungspläne stand nach sieben Monaten vor dem Abschluss. Die Unterlagen wurden nach der frühzeitigen Auslegung mit kleineren Überarbeitungen vom 1. Juni bis 1. Juli abermals öffentlich ausgelegt. Bei der Gemeinde gingen nur noch drei Stellungnahmen von Fachstellen ein, die die Kommune zur Kenntnis nahm.

Die notwendigen Beschlüsse zur endgültigen Änderung der Bebauungspläne Schmidgaden-Nord, Schmidgaden-Süd, Schmidgaden Nord-Ost, Schmidgaden Nord-Ost II, Trisching Nord-Ost, Rottendorf Nord-Ost und Inzendorf fielen größtenteils einstimmig. Bei Plänen, die von der Staatsstraße 2024 - dem Zubringer zur A 6 - tangiert sind, verweigerte Gemeinderätin Lydia Magdalena Schimmer ihre Zustimmung. Der Grund: Wie bei der ersten Behandlung der Stellungnahmen und Einwände im Gemeinderat kommt ihr der Lärmschutz entlang dieser Straße zu kurz.

Strom: Position beziehen

Eine kurze Debatte flammte im Gemeinderat über das weitere Vorgehen der Kommune in Sachen Stromtrasse auf. "Vonseiten der Bundespolitik ist nun eine Situation geschaffen worden, die den Ostbayernring von der Gemeinde in Frage zu stellen hat", betonte Florian Burth. Er riet dringend dazu, sich als Kommune nun zu positionieren und klarzumachen, dass die Gemeinde den Stromtrassen-Ausbau in dieser Form nicht hinnehme. Bürgermeister Josef Deichl sagte, dass in Schwandorf ein Treffen der Bürgermeister zu diesem Thema angesetzt ist. Auf Burths Vorschlag hin entgegnete er, dass der Gemeinderat auch besprechen werde, wie er konkret mit diesem Thema weiter umgehen wolle.

Eine - laut Bürgermeister Deichl - "sehr positive Entwicklung" gab es beim Vereinsstadel in Trisching. Das gemeinsame Anpacken der Vereine hat zur Folge, dass die Maßnahme deutlich schneller vorwärts geht als zunächst vorgesehen. Das wiederum bedeutet, dass die Gemeinde das Geld, das in den kommenden Jahren im Haushalt eingeplant war, früher zur Verfügung stellen und die Überschreitung des Haushaltsansatzes von 15 000 Euro in diesem Jahr genehmigen müsste. Insgesamt geht es um rund 10 000 Euro, die mehr ausgegeben werden.

Bedenken äußerte Hans Meier: Er wollte keine zusätzliche Festhalle und fragte sich, ob es deshalb nötig ist, im Vereinsstodl Wasser, Kanal und Strom zu verlegen. Bürgermeister Deichl entgegnete, dass dort zum Beispiel auch ein Weinfest stattfinden sollte. Außerdem: "Hier engagieren sich Bürger und das unterstütze ich", unterstrich das Gemeindeoberhaupt. Meier stellte klar, dass er im Prinzip dagegen nichts habe. Er wolle nur verhindern, dass weitere Wirtschaften entstehen. Nach der kurzen Diskussion entschied sich der Gemeinderat einstimmig dafür, die Mehrkosten im Haushalt zu genehmigen.

Keine Einwände

Drei Bauanträge hatte der Gemeinderat zu behandeln und erteilte jeweils einstimmig das Einvernehmen. Konkret ging es um einen Antrag auf Geländeauffüllung mit Erdaushub in Trisching, den Abbruch der bestehenden Garagen, den Anbau einer Außentreppe, den Bau eines Carports sowie den Dachgeschoss-Ausbau in Schmidgaden und den Bau einer Wasseraufbereitungsanlage auf dem Gelände der Firma Buchtal.
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