Offensiv gegen Baulücken

Lokales
Schmidgaden
14.02.2015
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Statt nur neue Baugebiete auszuweisen, will die Kommune parallel dazu auch versuchen, die zahlreichen Baulücken im Gemeindebereich zu schließen. Bei einer Fragebogenaktion wurde deutlich, dass es durchaus einige Eigentümer gibt, die bereit wären, Flächen zu verkaufen.

Insgesamt schrieb die Verwaltung 192 Grundbesitzer an, 147 davon antworteten. Bei der Sitzung des Gemeinderats präsentierte Verwaltungsleiter Martin Janz die Ergebnisse. Dabei wurde ersichtlich, dass 22 Eigentümer bereit wären, Grund zu verkaufen. Zwei Areale wurden im Zuge der kommunalen Offensive bereits vermittelt, auf einem Grundstück davon steht schon ein Haus. 27 Flächenbesitzer gaben an, ihren Besitz in näherer Zukunft bebauen zu wollen, 100 verneinten das. Der größte Hinderungsgrund für einen Verkauf ist die Tatsache, dass die meisten ihr Grundstück für die Nachkommen aufheben wollen.

Die Fläche der Baulücken in Schmidgaden, Trisching und Rottendorf beträgt insgesamt rund 21 Hektar. Dem steht eine Studie gegenüber, die den Wohnlandbedarf in der Kommune in den nächsten 20 Jahren aufgrund statistischer Vorausberechnungen auf 7,4 Hektar beziffert. Alleine die Baulücken würden demnach mehr als ausreichen, um diesen Bedarf in den nächsten zwei Jahrzehnten zu decken.

Aus Sicht der Verwaltung haben die Baulücken zahlreiche Nachteile: Dadurch, dass sie erschlossen, aber nicht genutzt werden, ergäben sich Kosten für Eigentümer und Kommune - beispielsweise durch Beiträge und Steuern. Ferner erfahre der Ort keine Belebung und weise keine ausgewogene Altersstruktur auf, nachdem viele junge Familien in die neu erschlossenen Baugebiete ziehen. Hinzu komme der steigende Landverbrauch durch die Ausweisung neuer Areale für Bauland.

Ein Thema in der Gemeinde ist auch die Nachbarschaftshilfe. Auch hier sollte mit Hilfe einer Fragebogenaktion der Bedarf ermittelt werden. Um es vorweg zu nehmen: Er ist bislang nicht groß. Insgesamt gingen zehn Rückmeldungen von Personen bei der Verwaltung ein, die sich bereiterklären würden, zum Beispiel Besuchsdienste zu übernehmen, beim Einkaufen zu helfen, Babysitterdienste zu leisten, im Haushalt zu helfen oder Behördengänge zu erledigen. Dem gegenüber stehen drei Gemeindebürger, die derartige Hilfe in Anspruch nehmen würden. Zwei davon wünschen sich eine Betreuung von Kindern, einer bittet um Unterstützung bei der Gartenarbeit und um einen Fahrdienst.
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