"Quadrus" baut bereits die neunte Halle - Kosten: Rund zehn Millionen Euro
Investition in die Heimat

Die "Quadrus"-Geschäftsführer Werner Prüfling, Alois Gsödl Anton Prüfling und Markus Gsödl (von links) investieren an ihrem Heimatstandort: Für rund zehn Millionen Euro entsteht in Schmidgaden eine neue Halle. Bild: Tietz
Lokales
Schmidgaden
27.01.2015
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Die Verbundenheit der Metalltechnik-Firma "Quadrus" mit der Region wird im wahrsten Sinne des Wortes weiter zementiert: Für rund zehn Millionen Euro entsteht in Schmidgaden bald das größte Projekt, das die "Quadrus"-Geschäftsführer Alois und Markus Gsödl sowie Werner und Anton Prüfling in Angriff genommen haben. In die geplante 9100 Quadratmeter große Halle würden sämtliche bis dato stehenden Produktionshallen hineinpassen.

"Wir wollen den Standort sichern und verbessern", sagte Alois Gsödl gestern in einem Gespräch mit dem NT über die Millioneninvestition. Gleichzeitig solle das Vorhaben auch ein Zeichen an die Mitarbeiter des Unternehmens sein, dass die Firma sich seit der Gründung vor 17 Jahren mit der Region verbunden und ihren Standort hier sieht. "Wir haben nie vor, ins Ausland zu gehen", bestätigte der Geschäftsführer diese Philosophie.

Die Gründe dafür sah er vor allem in den hier lebenden Menschen: "Die Mentalität, die Arbeitsweise und das Bodenständige: Das passt super zusammen". Auch die deutschen Großstädte waren für "Quadrus" nie ein Thema. Zum einen seien dort die Lohn- und Grundstückskosten sehr hoch, zum anderen verfüge die Region über eine gute Verkehrsanbindung, die ein Abwandern nicht nötig macht.

Prozesse optimieren

Die neue Halle wird für die Produktion und als Lagerfläche genutzt. Außerdem werden dort Montagetätigkeiten, die derzeit in angemieteten Räumen in der Gemeinde ausgeführt werden, erledigt. Das Bauwerk wird die neunte Halle des Metalltechnik-Unternehmens sein. Bislang gibt es bereits fünf Fertigungs- und drei Lagerhallen. Von der Investition verspricht sich Alois Gsödl Optimierungen bei den Fertigungsprozessen und im Materialfluss: "Wir versprechen uns sehr viel davon und hoffen, dass wir mit der bisherigen Mannschaft noch mehr leisten können". Mit einer großen Personalaufstockung wird die Betriebserweiterung nicht einhergehen. Der Mitarbeiterstand von rund 230 soll konstant gehalten werden.

Erste Überlegungen zum Neubau gab es laut den Worten des Geschäftsführers seit einigen Jahren. Angesichts der hohen Investitionssumme musste das Unternehmen zunächst Rücklagen aufbauen, bevor im vergangenen Jahr schließlich die Entscheidung fiel, das Projekt zu stemmen. In diesem Zusammenhang lobte der Geschäftsführer die gute Zusammenarbeit mit der Kommune, die seit vielen Jahren bestehe.

Bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch wurde bekanntgegeben, dass die Kommune den Bauantrag über das Millionen-Projekt zur Bearbeitung an das Landratsamt weitergeleitet hat. Der Spatenstich für die neue Halle ist im Februar vorgesehen. Bis August oder September sollen die Arbeiten am Gebäude abgeschlossen sein. Mit der Inbetriebnahme rechnet Geschäftsführer Alois Gsödl am 1. Januar kommenden Jahres.
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