Quadrus besitzt ein Rennauto

Das Platznehmen überließen Quadrus-Geschäftsführer Alois Gsödl und Betriebsleiter Hans Maier (von rechts) Teamleiter Konrad Bittner. Er sowie Florian Junglas und Christiane Schieder vom "Running Snail Racing Team" der OTH Amberg bedanken sich für die Unterstützung. Bild: Held
Lokales
Schmidgaden
11.04.2015
6
0

Der Platz für den Boliden, "Made in Amberg", steht schon fest. In der neuen Halle wird er über dem Besucherweg schweben. 2011 europaweit in der "Formula Student" eingesetzt, findet er seinen Ruheplatz in Schmidgaden.

Mit dieser Dauerleihgabe bedankt sich das "Running Snail Racing Team" der OTH Amberg für die seit Jahren währende Unterstützung. Und die sieht folgendermaßen aus: Die Studenten schicken seit 2010 ihre Konstruktionspläne an Quadrus Metalltechnik und die Firma fertigt unentgeltlich die Teile - alles Einzelprodukte - für den Rennwagen. Der Wert in Euro und Cent lässt sich schwer beziffern, aber einige Tausend Euro kommen jährlich zusammen, schätzt Betriebsleiter Hans Maier.

Namhafte Strecken

Da jedoch die Mittel des rund 100 Leute umfassenden studentischen Rennteams begrenzt sind, zeigen sie sich mit der "Verleihung" ihrer Autos erkenntlich. Jedes Jahr bauen die Studenten der OTH einen neuen Rennwagen. Seit 2005 sind sie auf weltbekannten Rennstrecken mit namhaften Hochschulen am Start. Erste Plätze waren schon öfters drin.

Früher mit Verbrennungsmotor ausgestattet, setzen die jungen Tüftler seit 2013 ausschließlich auf Elektromotoren, informiert Teamleiter Konrad Bittner, der als Maschinenbauer einmal in der Automobilindustrie arbeiten will. Zwei Wagen zu bauen, wie es die Universität Delft bewerkstellige, "können wir nicht leisten", sagt Bittner.

Rund vier Semester kann ein Student im Team mitarbeiten, die Fluktuation ist groß. "Im Prinzip machen wir das komplett in der Freizeit." Konstruktionen oder einzelne Aufgaben werden als Projektarbeiten angerechnet. Das Gros im Team bilden die Maschinenbau-Studenten, wie Bittner und Florian Junglas, der technische Leiter.

Aber es gibt auch Wirtschaftler und Medientechniker, zum Beispiel Christiane Schieder. Sie wollte "in eine andere Materie schnuppern", was nun ihr Interesse am Motorsport geweckt hat. Die Fahrer werden in einer teaminternen Ausscheidung bestimmt. 100 bis 120 Stundenkilometer fahren die Rennwagen aus der "OTH-Schmiede", beschleunigen aber von 0 auf 100 in 3,9 Sekunden.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.