Senioren erhalten von Dr. Anton Wiedemann Informationen zur Patientenverfügung
Rechtzeitig Vorsorge treffen

Die Senioren lauschten aufmerksam den Worten von Notar Dr. Anton Wiedemann zu Testament, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Bild: ral
Lokales
Schmidgaden
28.11.2014
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Mit dem Vortragsthema beim Seniorennachmittag im Gasthaus Pröls in Trisching traf der Vorsitzende Alois Dirrigl ins Schwarze. Notar Dr. Anton Wiedemann sprach über "Vorsorge, die man treffen soll". Die Resonanz bei den älteren Mitbürgern war groß. Zu Beginn der Veranstaltung ging Dirrigl auf aktuelle Themen ein. Er riet, wachsam zu sein, denn immer häufiger würden gerade Senioren Opfer von Betrügern. Ganz beliebt sei hier der sogenannte Enkeltrick.

Nach der Kaffeepause informierte Wiedemann über ein Thema, "mit dem sich die Menschen nicht gerne beschäftigen". Zunächst ging er darauf ein, was mit dem Besitz passieren soll. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: schon bei Lebzeiten zu verschenken oder in einem Testament zu regeln, wie er nach dem Tod zu verteilen ist. Wofür man sich entscheide, müsse immer gut überlegt sein.

Werde der Besitz bei Lebzeiten übergeben, so sollte genau bedacht werden, was übergeben und was ausgenommen wird. Alles sollte nie übergeben werden. Es gibt Wiedemann zufolge auch die Möglichkeit, seinen gesamten Besitz erst nach dem Tod zu vermachen. Hier ist ein Testament erforderlich, wenn besondere Regelungen getroffen werden sollen, ansonsten gilt die gesetzliche Erbfolge. Es kommt zu Erbengemeinschaften. Haben Ehepaare einen Ehevertrag, erbt der überlebende Ehegatte. Das Testament kann selbst angefertigt werden. Allerdings gilt es nur, wenn es handschriftlich abgefasst wird. Es kann aber auch beim Notar gemacht werden.

Eine Vorsorgevollmacht ist dann von Bedeutung, wenn man nicht mehr selbst entscheiden kann. Wird dies nicht geregelt, wird von Amts wegen ein Bevollmächtigter bestellt. Sollen Kinder zum Beispiel als Bevollmächtigte eingesetzt werden, rät der Notar diese Vollmacht nach Möglichkeit auf alle zu verteilen. Jeder soll aber für einen bestimmten Teil verantwortlich sein. Zur Vollmacht gehört auch eine Patientenverfügung, in der der Betroffene Entscheidungen, beispielsweise zu lebensverlängernden Maßnahmen, trifft.
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