So bleiben Pflanzen gesund

Kreisfachberaterin Petra Schmid sprach bei der Herbstversammlung des Gartenbauvereins in Schmidgaden. Bild: di
Lokales
Schmidgaden
09.10.2015
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Über die wichtigsten Schädlinge und Krankheiten an Pflanzen informierte Kreisfachberaterin Petra Schmid bei der Herbstversammlung des Gartenbauvereins. Sie setzt auf natürliche Stärkungsmittel.

Vorsitzender Helmut Schönberger informierte die Besucher über einige Neuerungen im Verein. So wurde in der Streuobstwiese neben dem Insektenhotel und der Infotafel eine Ruhebank aufgestellt. Die Kindergartenkinder hatten diese besucht und zugleich Äpfel geerntet. Bei der Mostanlage musste vor dem Herbst die gesamte Hydraulik erneuert werden, um die Kunden wieder gut bedienen zu können.

Auch der vereinseigene Holzspalter hatte den Geist aufgegeben und brauchte neue Teile, die großzügigerweise von der Fa. Quadrus zur Verfügung gestellt wurden. Außerdem plant der Verein für heuer eine Fahrt zu einem Weihnachtsmarkt, für das kommende Jahr einen Tagesausflug zur Landesgartenschau in Bayreuth und im Juli eine Dreitagesfahrt an die Mosel.

Auch düngen wichtig

Petra Schmid ging zunächst auf die verschiedenen Mangelerscheinungen der Pflanzen ein. Es sei wichtig, die Pflanze zu stärken und zu kräftigen, indem sie nicht nur gegossen, sondern auch gedüngt wird. Bei Magnesium- und Kaliummangel werden die Blätter braun und bei Eisen- und Manganmangel werden sie gelb. Die Pflanze braucht ein Stärkungsmittel, um gesund und widerstandsfähig gegen Krankheiten zu bleiben. Schachtelhalm- und Brennnesselbrühe sind natürliche Stärkungsmittel, die man selbst herstellen kann. Für die vielen Schädlinge wie Blattläuse oder Raupen gibt es Pflanzenschutzmittel im Handel.

Jedoch setzt die Referentin lieber auf natürliche Nützlinge im Garten, wie Marienkäfer, Schwebfliege, Gallmücke, Schlupfwespe, Laubkäfer und Ohrwürmer, die in einem Insektenhotel einen Unterschlupf finden. Auch in einem naturnahen Garten fühlen sich Nützlinge wohler, als in einem zu sehr aufgeräumten.

Dem Igel sollte eine kleine Ecke im Garten eingeräumt werden, denn er vernichtet viele schädliche Insekten, auch die gefürchteten Schnecken bis hin zu Fröschen und Mäusen. Gegen die Kohl- und Möhrenfliege können die Pflanzen auch mit Netzen geschützt werden. Oder die Tomaten gegen Krautfäule, indem sie vor Regen geschützt und wenig von oben gegossen werden. Bei verschiedenen Mehltaubefall an Rosen sollten die Blätter entfernt und dann vernichtet werden.

Robuste Sorten auswählen

"Das beste gegen Schädlinge und Krankheiten ist immer noch, dass schon bei der Auswahl der Pflanzen auf robuste und resistente Sorten geachtet wird und diese auch immer gut gepflegt sind, damit sie gar nicht erst krank und von Schädlingen befallen werden können", war abschließend die Meinung der Referentin vom Kreisgartenamt.
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