Unterstützung unter Nachbarn

Bürgermeister Josef Deichl (rechts), Projektleiterin Manuela Radtke von der Lernenden Region (Vierte von rechts) und Verwaltungsangestellte Hildegard Mutzbauer (Zweite von links) begrüßten die Helfer. Bild: Tietz
Lokales
Schmidgaden
03.06.2015
19
0

Die Fahrt zum Arzt, die Begleitung zur Kirche oder die Unterstützung im Haushalt: In zahlreichen Kommunen des Landkreises haben sich mittlerweile sogenannte Nachbarschafthilfen etabliert. Auch in der Gemeinde ist das Projekt auf einem guten Weg.

Nach den Pilotprojekten in Pfreimd, Neunburg vorm Wald und Schönsee haben sich zwischenzeitlich im gesamten Landkreis verteilt Nachbarschaftshilfen gegründet. In Schmidgaden ist die gegenseitige Unterstützung unter den Bürgern seit ein paar Monaten ebenfalls ein Thema. Nach einer Fragebogenaktion um den Bedarf zu ermitteln, beschloss der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung, die Trägerschaft für die Nachbarschaftshilfe zu übernehmen.

Gestern luden Bürgermeister Josef Deichl und Projektleiterin Manuela Radtke von der Lernenden Region Schwandorf interessierte Helfer in die Verwaltung ein, um die weiteren Schritte zu koordinieren. Die Nachbarschaftshilfe ist ein Projekt, bei dem Bürger ehrenamtlich ihre Unterstützung anbieten. Sie bekommen für ihre Tätigkeiten also keinen Cent Geld. Derzeit haben sich sieben Einwohner dazu bereiterklärt, Hilfe zu leisten. Für Gemeindeoberhaupt Deichl ist das aber nur der Anfang. Er ist davon überzeugt, dass sich die Nachbarschaftshilfe weiter entwickelt und weiteren Zuwachs bekommt, ist die Initialzündung erst einmal geschafft. Das sieht auch Manuela Radtke so. Sie gibt zu bedenken, dass anfangs oftmals auch eine gewisse Scheu herrsche, derartige Hilfen anzunehmen. Aber: "Das Angebot schafft oftmals auch die Nachfrage". Die Nachbarschaftshilfe soll dabei keineswegs eine Konkurrenz zu professionellen Dienstleistern sein - vielmehr eine Ergänzung.

Gedacht ist sie in erster Linie für ältere Menschen, die bei der ein oder anderen Sache Hilfe benötigen. Aber die Projektleiterin kann sich gut vorstellen, dass auch jüngere Einwohner das Angebot annehmen. Das könnte zum Beispiel das Blumengießen während des Urlaubs oder das Abholen der Kinder aus Schule oder Kindergarten betreffen, wenn die Eltern einmal verhindert sein sollten. "Es geht dabei nicht um 24-Stunden-Hilfe, sondern um punktuelle Unterstützung", verdeutlichte Radtke. Nun soll ein Arbeitskreis gebildet werden, der die konkreten Schwerpunkte der Nachbarschaftshilfe festlegen soll. Ansprechpartnerin bei der Gemeinde ist Hildegard Mutzbauer.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.