Viel vor in diesem Jahr

Für Bürgermeister Josef Deichl war die Bauhofsanierung eine dringend notwendige Maßnahme. Damit sei die Kommune jetzt gut gerüstet für die Zukunft, betonte er bei der Bürgerversammlung. Bild: ral
Lokales
Schmidgaden
23.04.2015
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Für Bürgermeister Josef Deichl war es eine Premiere: Bei der ersten Bürgerversammlung seiner Amtszeit informierte er im voll besetzten Gasthaus Pröls in Trisching über aktuelle und abgeschlossene Vorhaben der Gemeinde. Heuer sind große Investitionen geplant.

Bürgermeister Josef Deichl trug im ersten Teil statistische Zahlen vor (siehe grüner Kasten), bevor er auf die Aktivitäten in der Gemeinde einging. In der Grundschule Rottendorf werden zur Zeit 38 Schüler in zwei Kombiklassen unterrichtet. Heuer werden dort 14 Kinder eingeschult, was im kommenden Jahr zu einer Schülerzahl von 43 führt. Zur Zeit sind vier Kinder in der Mittagsbetreuung. Die Mittelschule besuchen in diesem Schuljahr 80 Kinder. Im nächsten Jahr werden es voraussichtlich 83 sein. In der Kinderkrippe wurde das Personal um vier Personen aufgestockt. Dort sind damit nun zwölf pädagogische Mitarbeiter und vier Reinigungskräfte tätig.

Ein Schwenk zum Bauhof: Deichl stellte die geplanten Baumaßnahmen vor und verteidigte die dort getätigten Investitionen. Der Unterhalt einer solch großen Gemeinde mit vielen Liegenschaften erfordere eine optimale Ausstattung an Gerätschaften und Gebäuden, betonte der Sprecher. In die Gebäude sei in den vergangenen Jahrzehnten kaum etwas investiert worden. Nun sei die Gemeinde für die Aufgaben in der Zukunft gut gewappnet.

Bodersteig saniert

Im vergangenen Jahr habe die Kommune außerdem den Bodersteig in Schmidgaden saniert, ein Buswartehäuschen an der Oberen Dorfstraße gebaut sowie die Brücke über den Hüttenbach beim Flugplatz erneuert. Auch heuer stehen einige Maßnahmen auf der Agenda: Die größten Investitionen sind der Bauhof und die Dorfsanierung in Hohersdorf, die gefördert wird. Weitere Punkte sind die Oberbauverstärkung der Straße an der Scharlmühle sowie der Ausbau des Recyclinghofs gemeinsam mit dem Landkreis. In allen Gemeindebereichen werde investiert und etwas geschaffen, hob Deichl hervor. In Trisching gehe der bisherige Gemeindestadel in der Pfarrer-Tischler-Straße voll in die Nutzung der Vereine über. Das Dach werde noch in diesem Jahr saniert.

Deichl sprach dann die Sanierung der Feldwege und Flurbereinigungswege in Schmidgaden und Trisching an. Die Gemeinde habe dafür 20 000 Euro bereitgestellt. Wenn sich die Jagdgenossenschaften in den einzelnen Orten jeweils mit 10 000 Euro beteiligen würden, könnten diese saniert werden. Andernfalls wäre eventuell über eine Beitragssatzung nachzudenken. In Rottendorf habe das Modell der gemeinsamen Finanzierung von Jagdgenossenschaft und Kommune schon funktioniert.

In der Gemeinde gibt es seit kurzem außerdem zwei Neuerungen: die Nachbarschaftshilfe und ein Wirtschaftsforum. Auf die Fragebogenaktion zur Nachbarschaftshilfe hätten laut Deichl zehn Bürger geantwortet. Ein staatlicher Zuschuss für bürgerschaftlich engagierte Nachbarschaftshilfen in Höhe von 10 000 Euro sei für einen Zeitraum von 18 Monaten genehmigt worden. Für die Mitarbeit im Wirtschaftsforum hätten sich Unternehmer gefunden, die sich Gedanken machen, wie die Situation in der Gemeinde verbessert werden könne. Im Zuge dessen seien auch Kontakte zur Fachhochschule Amberg-Weiden aufgenommen worden. Hier geht es laut Deichl vor allem darum, zu klären, warum das Industrie- und Gewerbegebiet in Trisching noch nicht besiedelt ist.

Radweg und Rathaus

Zum Schluss seiner Ausführungen ging das Gemeindeoberhaupt noch auf die Ziele für die kommenden Jahre ein. Er nannte unter anderem den Rathausneubau in Schmidgaden, den Festplatz, die Weiterführung des Radwege, die Vermarktung der Gewerbeflächen in Trisching, den Gemeindestadel in Trisching, die Instandsetzung der alten Feuerwehrhäuser in Rottendorf und Gösselsdorf oder die Sanierung des Wasserleitungsnetzes. Im Anschluss hatten die Bürger die Gelegenheit zu Wortmeldungen (Bericht folgt).
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