Werbung bei Dekanatskonferenz für Nutzung des Internets
Christen in digitaler Umwelt

Referent Georg Schraml (stehend) klärte Pfarrgemeinderäte bei einem Seminar über die Handhabung des "Kommunikationsmittels Nummer eins" auf. Bild: ral
Lokales
Schmidgaden
27.10.2015
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Das Internet ist für immer mehr Pfarrgemeinden ein Medium, das nicht mehr wegzudenken ist. Wie und was gemacht werden muss, darüber informierte das Dekanat die Pfarrgemeinderäte in einer Versammlung. Vor allem darüber, was rechtlich zu beachten ist.

Im März dieses Jahres wurde im Rahmen der Dekanatsversammlung in Pfreimd beschlossen, sich des Thema Internet für die Pfarrgemeinde anzunehmen. Nun lud das Dekanat die Pfarrgemeinderäte zu einem Seminar mit Georg Schraml in das Pfarrheim nach Schmidgaden ein.

Zitat vom Papst

Dieser zeigte zunächst auf, warum sich eine Pfarrgemeinde im Internet präsentieren sollte. Er begann mit einem Zitat von Papst Franziskus "Habt keine Angst, Bürger der digitalen Umwelt zu werden." Internet ist inzwischen das Kommunikationsmittel Nummer eins. Es ist ein Schaufenster der Pfarrei - weltweit. "Für die Menschen der schnellste und kürzeste Weg zu den Menschen", so Schraml. Es stehe immer zur Verfügung, auch nach Büroschluss, es könne beim Sparen von Druck- und Portokosten helfen.

Für die Sinn-Sucher könne das Internet eine Quelle sein. "Aber es ersetzt nie die persönliche Seelsorge, sondern ist Werkzeug und Ergänzung. Es soll auch keine Alibi-Funktion für menschlichen Kontakt sein." Die Inhalte müssen immer der Wahrheit entsprechen und aktuell sein. Ein ungepflegter Internet-Auftritt schrecke ab.

Wichtig sei, die strukturellen Fragen im Vorfeld zu klären. "Es muss sich jemand verantwortlich fühlen für die Inhalte." Die Gestaltung sollte so angelegt sein, dass es auch andere Menschen in der Pfarrgemeinde pflegen können. Zur Gestaltung und Erstellung empfehle es sich immer, dies außer Haus zu geben.

Schraml ging auf die Inhalte ein - wie sie gestaltet werden sollen, was unbedingt zu beachten sei. Ein wichtiger Aspekt sei der rechtliche, etwa, dass man bei der Verwendung von Fotos Rechte beachten muss; auch, welche Fotos veröffentlicht werden. "Vorsicht bei kostenlosen Bilddatenbanken, bei gekauften Fotos im Impressum muss immer die Quelle angeben werden." Anschriften von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern dürfen nur mit deren Erlaubnis veröffentlicht werden. Verboten sei ein Austragen von internen Streitigkeiten über das Internet. Das Impressum muss rechtssicher gestaltet werden. Keine Veröffentlichung von Ministranten-Plänen.

Diskussion

Anschließend bot sich Raum für Diskussionen. Es war klar erkennbar, in welchen Pfarrgemeinden im Dekanat das Thema Internet schon auf der Tagesordnung stand und eine Seite besteht. Aber auch von dieser Seite gab es Fragen an den Experten. Diese betrafen hauptsächlich den rechtlichen Teil und die technischen Voraussetzungen.
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