Student nimmt Gefahrenstelle unter die Lupe
Drei Varianten für die Kreuzung

Auf der Staatsstraße 2040 gibt es im Kreuzungsbereich mit der Inzendorfer Straße und der "Obere Dorfstraße" keine Querungshilfe für Fußgänger. In seiner Bachelorarbeit hat Michael Hierl mögliche Lösungen für dieses Problem erarbeitet. Bild: Huber
Politik
Schmidgaden
11.03.2016
44
0

Wie lässt sich die Verkehrssituation in der Gemeinde verbessern? Diese Frage stellte sich der Student Michael Hierl - ein Rottendorfer - in seiner Bachelorarbeit. Seine Untersuchungen konzentrierten sich vor allem auf eine Kreuzung, für die er mehrere mögliche Lösungen erarbeitete.

Hauptsächlich der Bereich der Kreuzung der "Obere Dorfstraße" und der Inzendorfer Straße mit der Staatsstraße 2040 rückte in den Fokus der Nachforschungen des Studenten. Mittlerweile arbeitet Hierl beim Ingenieurbüro UTA und stellte zusammen mit Rainer Rubenbauer die Ergebnisse seiner Untersuchungen im Gemeinderat vor.

Der Kreuzungsbereich birgt laut Hierl gleich mehrere Probleme: Er teilt den Ort, es werden dort teils sehr hohe Geschwindigkeiten gefahren, es gibt keine Querungshilfe für Fußgänger und der Radweg zwischen Trisching und Schmidgaden ist nicht mit der Straße verknüpft. Das führe dazu, dass viele Zweiradfahrer am Ende des Radwegs nicht über den Südhang weiter fahren, sondern auf die Staatsstraße. "Das", war Hierl überzeugt, "sollte verhindert werden". Er sprach sich deshalb dafür aus, den Radweg bis zur Kreuzung mit der "Obere Dorfstraße" zu verlängern. Von dort aus könnte er über die Hauptstraße oder den Lohgraben weiter in Richtung Stulln geführt werden.

Ein Blick auf den Autoverkehr. Hierl zählte und kam zum Ergebnis, dass täglich 4610 Autos in die Kreuzung hineinfahren. Das ist in der Summe gar nicht so viel: "Rein von den Verkehrszahlen her leitet sich keine Maßnahme ab", unterstrich auch Ingenieur Rubenbauer. Dennoch wäre für Hierl alleine aus Gründen der Sicherheit eine Querungshilfe sehr sinnvoll.

Abbiegespur und Insel


Dafür erarbeitete er drei Varianten. Zwei sähen eine Linksabbiegerspur - einmal in Richtung Trisching und einmal in der Gegenrichtung - mit einer Mittelinsel für die Fußgänger vor. Die dritte Variante wäre ein Kreisverkehr. Hier wäre der vorgeschlagene Radius aber zu klein, weshalb das Staatliche Bauamt bereits sein "Nein" zu dieser Alternative in dieser Größe angekündigt hat. Die Kosten für Weiterführung des Gehwegs und die Linksabbiegespur samt Mittelinsel bezifferte Hierl in einer groben Schätzung auf rund 450 000 Euro. Die Gemeinde müsste dafür etwa 170 Quadratmeter Grund kaufen.

Bürgermeister Josef Deichl dankte Hierl für seinen Vortrag und betonte, dass der Gemeinderat in diesem Thema am Ball bleiben wird. In den kommenden Monaten soll es noch einmal auf das Tableau im Gemeinderat kommen.

Im Anschluss beriet das Gremium, ob es einen Feuerwehr-Bedarfsplan für die Gemeinde in Auftrag gibt. Kreisbrandmeister Helmut Schatz stellte die Grundlage für einen derartigen Plan vor. Nach einer Gefährdungs- und Risikoanalyse - also dem Ist-Zustand - wird ein Schutzziel - der Soll-Zustand - erarbeitet und anhand dessen die genaue Ausstattung der einzelnen Feuerwehren festgelegt. Für diesen Bedarfsplan lagen fünf Angebote vor. Der Gemeinderat entschied sich schließlich mit einer Gegenstimme dafür, die Offerte des Ingenieurbüros Diem aus Lappersdorf in Höhe von 5938,10 Euro anzunehmen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.