Südlich von Trisching
Investor plant zwei Windräder

Südlich von Trisching plant ein Investor den Bau zweier Windräder. Unsere Aufnahme zeigt eine Windkraftanlage im Bereich Waidhaus. Bild: Götz
Politik
Schmidgaden
14.07.2016
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Im Gemeindegebiet werden sich wohl bald die ersten Windräder drehen. Südlich von Trisching plant ein Investor den Bau zweier Anlagen. Die Genehmigung dafür will er noch in diesem Jahr haben.

Die Firma "Enercon" will auf einem Areal an der Gemeindegrenze zu Fensterbach zwei Windräder bauen. Darüber informierte Bürgermeister Josef Deichl den Gemeinderat bei dessen Sitzung am Mittwochabend. Ins Auge gefasst haben die Investoren eine Fläche südlich von Trisching. Das Gebiet hat die Gemeinde vor wenigen Jahren im Flächennutzungsplan als Konzentrationsfläche für Windkraft ausgewiesen. Laut Gemeindeoberhaupt Deichl plant das Unternehmen außerdem, auf Wolfringer Seite weitere zwei Windkraftanlagen zu bauen. Dort gibt es aber keinen gültigen Flächennutzungsplan, weshalb dieses Vorhaben noch nicht sicher ist. Wie Deichl darlegte, sind derzeit zwei Windräder mit einer Nabenhöhe von 149 Metern vorgesehen. Der Rotordurchmesser läge bei 115 Metern, was - inklusive Rotoren - eine Gesamthöhe des Windrades von 206 Metern ergibt.

Die Anlage läge nach derzeitigem Stand der Planung 944 Meter vom Baugebiet "Marberg" in Trisching und 1490 Meter von Hartenricht entfernt. Das würde den Abstandsflächen entsprechen, die der Gemeinderat im rechtsverbindlichen Flächennutzungsplan festlegte. Es gilt nämlich nicht die 10-H-Regelung, sondern ein Mindestabstand von 800 Metern zur nächsten Bebauung und von 500 Metern zu Einzelgehöften. 10-H bedeutet, dass das Windrad das Zehnfache seiner Höhe von der nächsten Wohnbebauung Abstand haben muss. Nachdem der Flächennutzungsplan aber vor dem 21. November 2014 - dem Inkrafttreten der 10-H-Regelung - rechtskräftig wurde, gilt er und somit nicht 10-H.

Die Änderung des Flächennutzungsplans trieb die Gemeinde bereits seit dem Jahr 2011 voran. Der Grund: Sie wollte durch die Ausweisung von Konzentrationsflächen für die Windkraft weiter Herr im Haus sein und verhindern, dass in einer Zeit, in der noch kaum jemand von 10-H sprach, ein "Windrad-Wildwuchs" in der Gemeinde entsteht.

Der weitere Zeitplan sieht vor, dass "Enercon" wohl noch im August einen Bauantrag nach dem Immissionsschutzgesetz beim Landratsamt einreichen wird. Dann will das Unternehmen möglichst schnell mit dem Bau beginnen: Die Inbetriebnahme soll im kommenden Jahr, spätestens aber 2018, sein.

Info-VeranstaltungDie Firma "Enercon" veranstaltet einen Informationsabend für die Bevölkerung zum geplanten Bau von zwei Windrädern südlich von Trisching. Geplant ist er am Montag, 25. Juli, im Gasthaus Pröls in Trisching. Beginn ist um 19.30 Uhr.
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