Vier Stopps vor der Sitzung
Gemeinderat auf Besichtigungstour

Im Bauhof machte sich der Gemeinderat ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten. Bild: Tietz
Politik
Schmidgaden
15.03.2016
72
0

Bevor der Gemeinderat im Sitzungssaal zusammenkam, nahm er bei einer kurzen Rundfahrt neuralgische Punkte unter die Lupe. An manchen davon besteht in nächster Zeit dringender Handlungsbedarf.

Ein Beispiel dafür ist ein Grundstück, das am Ortsausgang von Gösselsdorf in Richtung Wolfsbach liegt. Eigentlich gehört es der Gemeinde, das Areal ist aber seit Jahren verpachtet. Der Zustand des Grundstücks stieß in der Vergangenheit so manchem Gösselsdorfer sauer auf, weshalb Bürgermeister Josef Deichl bereits des Öfteren angesprochen wurde. Der Gemeinderat besichtigte das Grundstück und kam zu dem selben Schluss: Hier muss etwas gemacht werden. Die Räte verständigten sich darauf, dem Pächter eine Frist zu setzen, den Grund in Ordnung zu bringen. Ansonsten werde der Vertrag gekündigt.

Ein weiterer Stopp bei der Besichtigungstour war bei der Kläranlage in Rottendorf. Schäden an den Türen, die Fenster morsch und die Dämmung von Ratten aufgefressen: Auch hier war klar, dass bald etwas geschehen muss. 25 000 Euro, schätzte Bürgermeister Deichl, müsste die Gemeinde mindestens investieren, um das kleine Häuschen wieder instand zu setzen. Die Maßnahme soll in den nächsten zwei bis drei Jahren umgesetzt werden.

An der "Obere Dorfstraße" ging es um die Gehwegabsenkung im Bereich der dort neu entstehenden Grundstücke. Während Bürgermeister Deichl der Ansicht war, dass der Gehsteig auf der gesamten Länge entlang der "Obere Dorfstraße" abgesenkt werden sollte, vertraten manche Räte die Meinung, dass das nicht nötig sei. Sie wiesen auf mögliche Gefahren hin und befürchteten, dass dann viele Autos auf dem Gehweg parken würden. Gemeindeoberhaupt Deichl erwiderte, dass bei einer Ausfahrtsbreite von acht Metern angesichts der dort entstehenden Grundstücke eigentlich fast nichts mehr übrig bleibe, was nicht ohnehin abgesenkt werde.

Günstiges Wetter


Der letzte Halt führte den Rat zum gemeindlichen Bauhof, wo er den Baufortschritt begutachtete. Planer Helmut Schatz hatte gute Nachrichten: Weil das Wetter derzeit gut mitspielt, könnten die Arbeiten an den Außenanlagen in den nächsten drei Wochen nahezu abgeschlossen sein. In einer kleinen Fahrzeughalle, die im Jahr 1983 gebaut wurde, sind allerdings zwischenzeitlich Risse im Estrich sichtbar geworden. Um eine nachhaltige Lösung zu gewährleisten, wäre es nötig, die komplette Oberfläche zu entfernen und neuen Estrich zu verlegen. Bürgermeister Deichl plädierte dafür, die Erneuerung jetzt in Angriff zu nehmen. Dann, argumentierte er, wäre der gesamte Bauhof hergerichtet, und es müssten nicht in ein paar Jahren wieder die Bauarbeiter kommen. Das sah auch der Großteil der Gemeinderäte so und beschloss bei der Abstimmung, den Boden zu erneuern. Drei Räte waren das Ansicht, dass die Risse nicht so tragisch seien und der Zustand belassen werden könnte.
Weitere Beiträge zu den Themen: Gemeinderat Schmidgaden (25)Bauhof Schmidgaden (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.