Bürgerversammlung in Schmidgaden
Bauplätze verkaufen sich gut

Bürgermeister Josef Deichl präsentierte bei der Bürgerversammlung Zahlen und Fakten zur Entwicklung der Gemeinde. Bilder: ral (2)
Vermischtes
Schmidgaden
20.04.2016
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Der Neubau des Bauhofes ist eines der größten Projekte in der Gemeinde.

Fast schuldenfrei und eine steigende Einwohnerzahl: Schmidgaden scheint es gut zu gehen. Das versicherte Bürgermeister Josef Deichl bei der Bürgerversammlung. Er wies aber auch auf wichtige Aufgaben hin.

Altbürgermeister Johann Prifling ging eingangs darauf ein, dass es viele Aufgaben gibt, die in der Gemeinde bewältigt werden müssen. Meint man, dass eine Aufgabe abgeschlossen ist, steht schon die nächste an. Pfarrer Gerhard Wagner und Pfarrer i.R. Richard Salzl stellten die gute Zusammenarbeit zwischen kirchlicher und politischer Gemeinde heraus.

Für neun Wohnhäuser wurde im letzten Jahr ein Bauantrag gestellt, erläuterte Bürgermeister Josef Deichl in seinem Bericht. Das waren zwar sechs weniger als noch im Vorjahr, aber heuer sind dafür bis dato schon wieder sechs Anträge genehmigt. Damit die Bautätigkeit in der Gemeinde leichter wird und vielleicht alte Baulücken noch leichter geschlossen werden, hat die Gemeinde einige Bebauungspläne vor allem älterer Art überarbeitet und auf einen modernen Stand gebracht.

Der Haushalt schloss im Jahr 2015 mit einem Ergebnis von 5,9 Millionen Euro. Der Ansatz von 6,4 Millionen wurde damit unterschritten. Die Steuerkraft, also die Einnahmenseite, stieg in den letzten Jahren kontinuierlich an. Das Gewerbegebiet in Schmidgaden ist mittlerweile voll. Viele Betriebe haben erweitert oder sich neu angesiedelt. Nicht so stark mit der Ansiedlung schaut es im Gewerbe- und Industriegebiet in Trisching aus. Um hier Abhilfe schaffen zu können, wurde es im Rahmen eines Studentenprojektes der Hochschule Amberg-Weiden untersucht. Dies alles geschah mit dem neu in der Gemeinde gegründeten Wirtschaftsforum, dem sich viele Gewerbebetriebe in der Gemeinde angeschlossen haben.

Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 17,39 Euro, die durchschnittliche Verschuldung bei Kommunen mit bis 3000 Einwohner liegt bei 711 Euro. Dies, obwohl die Gemeinde im letzten Jahr kräftig investiert hat. So wurde der Bauhof neu gebaut und umgebaut, die Dorferneuerung in Hohersdorf durchgeführt. Außerdem wurde die Scharlmühlstraße ausgebaut und der Recyclinghof umgebaut. Darüber hinaus hat die Gemeinde Grundstücke und Tauschflächen angekauft. Es konnten aber auch Bauplätze und Gewerbeflächen für 320 000 Euro verkauft. In der Ortsmitte hat man das alte Kolleranwesen aufgekauft und abgerissen; dadurch entstanden neue Bauplätze, die sich sehr gut verkaufen. Das Baugebiet in Schmidgaden West III soll in diesem Jahr erschlossen werden.

Die Paintballanlage, die im letzten Jahr für sehr viel Diskussion gesorgt hat, wird nun gebaut. Der Pachtvertrag mit dem Betreiber läuft über fünf Jahre. In Sachen Stromtrassen hat sich der Gemeinderat klar positioniert, die Leitung, die erneuert werden muss hat die Gemeinde entsprechende Trassenvorschläge gemacht. Dieses Verfahren ist noch nicht abgeschlossen, so wie dies mit der zweiten Trasse der Gleichstromtrasse.

Nicht alle anzuschließen


Der Breitbandausbau geht voran, die Fördermittel vonseiten der Staatsregierung wurden übergeben. Nach Beendigung des Ausbaus verfügen alle über einen 30-Mbit-Anschluss. Lediglich die Einöden wie Kadermühle, Zißlmühle, Scharlmühle, Rödlmühle und Berghof werden nicht angeschlossen. Im letzten Jahr wurden in der Gemeinde auch die Kanäle befahren, dabei wurde festgestellt, dass viele Schäden durch einen nicht sachgerechten Anschluss von Hausanschlüssen hervorgerufen wurden.

Immer wieder Rohrbrüche


Außerdem wurden die Straßenschäden in der Gemarkung Rottendorf/Gösselsdorf untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass der Anteil durch Wasserrohrbrüche im Bereich des Wasserzweckverbandes Brudersdorfer Gruppe mit 52,7 Prozent am größten ist; rund 32 Prozent liegen in der Straße selbst begründet, der Kanal hat einen Anteil von 15 Prozent.

In Sachen Wasserzweckverband sagte Deichl, dass die Schäden an den über 50 Jahre alten Leitungen immer wieder zu Rohrbrüchen führen (weiterer Bericht folgt).

2889 EinwohnerSeinen Rückblick auf das Geschehen in der Gemeinde eröffnete Bürgermeister Josef Deichl mit der Einwohnerstatistik. So waren am Ende 2015 insgesamt 2889 Menschen in der Gemeinde gemeldet, also zehn mehr als im Jahr davor. Die Zahl der Geburten stieg von 23 auf 27. 110 Zuzügen standen 101 Wegzügen entgegen. 22 Gemeindebürger sind verstorben, im Jahr zuvor waren es 29 Personen. (ral)
Die Paintballanlage, die im letzten Jahr für sehr viel Diskussion gesorgt hat, wird nun gebaut.Bürgermeister Josef Deichl
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