Bürgerversammlung in Schmidgaden
Wassergäste als Zankapfel

Vermischtes
Schmidgaden
23.04.2016
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Ein wichtiger Bestandteil der Bürgerversammlung war die Diskussion über den Wasserzweckverband Brudersdorfer Gruppe. Dabei geht es zum Teil um viel Geld, was die Emotionen gleich hochtreibt.

Erhard Obendorfer fragte an, wie es mit der Beteiligung der Wassergäste an den Sanierungskosten der Brudersdorfer Gruppe ist. Soll dies so sein, wie es von einigen Zweckverbänden gefordert wird, ist Trisching auch mit dabei. Dies könne so nicht akzeptiert werden, denn Trisching hat für seine Wasserversorgung und die Herstellung der Leitungen bezahlt.

Hier fühlte sich Zweckverbands- und Gemeinderat Florian Burth angesprochen, der daran erinnerte, er habe in der Zweckverbandssitzung letzten August in Nabburg der Gebührenkalkulation widersprochen, da sämtliche Investitionen nur auf die Anschließer der Brudersdorfer Gruppe umgelegt wurden.

Sein Argument war, das die Wasserversorgung der Bürger eine Pflichtaufgabe der Gemeinde ist. Somit muss auch die Gemeinde für die Versorgung Gewähr tragen. Im vorliegenden Fall tragen aber die Anschließer der Brudersdorfer Gruppe mit ihrem Privatvermögen den Kostenanteil für die Wassergäste. "Mein Vorschlag war, dass die Gemeinde zehn Prozent der anfallenden Kosten - analog zum Wasserverbrauch der Wassergäste - als Einmalzahlung an den Zweckverband zahlt, und sich diesen Betrag von den Wassergästen wieder über die Wassergebühr über 20 Jahre erstatten lässt." Diese Vorgehensweise würde den maroden Zweckverband und die umlagepflichtigen Bürger stark entlasten.

Folgen dargestellt


Der Geschäftsführer des Wasserzweckverbandes, Hans Werner, nahm zu den Ausführungen von Florian Burth in der Diskussion Stellung.

Eine Beteiligung der Wassergäste könne nur über die Gemeinde Schmidgaden erfolgen. Wenn die Gemeinde sich beteiligen muss, betrifft dies auch Trischinger Bürger, weil eine Kosteneinheit mit Wolfsbach und Littenhof besteht.

"Die Kostenbeteiligung über die Erhöhung des Wasserlieferpreises wird vom Zweckverband und der Gemeinde bevorzugt, aber von Burth abgelehnt." Das Kalkulationsbüro und das Landratsamt teilen die Auffassung der Gemeinde. Der Zweckverband Fensterbach und die Stadt Nabburg seien ebenso verfahren. Wenn Burth sich durchsetzen würde, sei zu befürchten, dass die Stadt Nabburg ebenfalls eine Investitionsbeteiligung als Einmalzahlung fordert, wenn die Fernwassererschließung abgerechnet wird. Das hätte erhebliche finanzielle Folgen für die Trischinger Bürger.

Laut Berechnung des Büros Seuß müsste das Leitungsnetz genauso ausgebaut werden, wenn Wolfsbach und Littenhof nicht über diese Wasserversorgung beliefert würden. Die Wassergäste Wolfsbach/Littenhof haben nur einen Jahreswasserbedarf von etwa 8000 Kubikmeter. Wegen der Versorgung dieser beiden Ortschaften erhöhen sich die Sanierungskosten der Wasserleitung nicht. "Wenn aber keine Mehrkosten für die Wassergäste anfallen, verlangt Burth quasi, dass die Gemeinde Schmidgaden einen Teil des neuen Leitungsnetzes des Zweckverbandes finanziert." Der Kostenanteil der Wassergäste von 300 000 Euro beruhe auf Schätzungen von Burth und dessen Rechtsanwalt. "Weder der Zweckverband, noch die Gemeinde machen sich diese Angaben zu eigen." Berechnungen gebe es nicht, nur überschlägige Schätzungen. Außerdem wurden bisher nur Versorgungsleitungen saniert, die nicht oder kaum zur Versorgung der Wassergäste dienen. Es würden quasi die Gemeinde und die Wassergäste in Vorleistung gehen.

Auch Anfragen


Zu Beginn der Diskussion wollte Johann Lorenz als Mitglied der Feuerwehr Schmidgaden festgestellt wissen, dass der Verkehrssicherungsanhänger vom Feuerwehrverein finanziert wurde. Dies wurde von der Gemeinde bestätigt. Eine Anfrage richtete sich danach, den neuen Waschplatz im Bauhof auch öffentlich zu nutzen. Dies ist aber nicht vorgesehen, da eine Nutzung eine Aufsicht nach sich zieht.

Ein Anwohner forderte, den Feldweg nach Buchtal so zu beschildern, dass hier keine Einfahrt zum Werk ist. Bürgermeister Josef Deichl sagte, es solle Abhilfe geschaffen werden.
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