Mittelschule Schmidgaden möchte neue Wege gehen
Angebot stärkt Schulstandort

Die Mittelschule Schmidgaden beabsichtigt die Einrichtung einer offenen Ganztagesschule. Vor interessierten Eltern stellte Schulbetreuerin Nicole Schlosser (stehend), das Konzept vor. Die Bürgermeister (vorne von links) Armin Schärtl (Nabburg), Christian Ziegler (Fensterbach) und Josef Deichl (Schmidgaden) sowie Rektor Edgar Hanner (hinten rechts) appellierten an die Eltern, die beabsichtigte Einrichtung zu unterstützen und zu nutzen. Bild: ohr
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Schmidgaden
11.05.2016
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Die Mittelschule Schmidgaden möchte ein Ganztagesangebot anbieten. Die Infoveranstaltung mit Schulleitung, Bürgermeistern sowie dem Repräsentanten des Schulverbundes "Nördliches Naabtal" stieß auf großes Echo.

/Fensterbach. Rektor Edgar Hanner ging vor interessierten Eltern, Kommunalpolitikern und Vertretern der Verwaltung auf die angestrebte Zielsetzung Bayerns für ein möglichst langes Verweilen der Kinder an der Schule und die Forderungen der Eltern zur Schaffung der notwendigen Voraussetzungen ein.

Nur für Mittagessen


Nicole Schlosser, beim Kolping-Bildungswerk zuständig für Schulbetreuungen, stellte als Kooperationspartner die Möglichkeiten bei einer offenen Ganztagesschule vor. Im Anschluss an den Vormittagsunterricht, so die Referentin, bietet die Schule verlässliche Betreuungs- und Bildungsangebote für diejenigen Schüler an, welche von ihren Eltern hierfür angemeldet werden. Grundsätzlich sind diese Angebote für die Erziehungsberechtigten unentgeltlich. Im Regelfall entstehen lediglich Kosten für das Mittagessen an der Schule. Bei einer Entscheidung für das offene Ganztagesangebot ist die Teilnahme an der gemeinsamen Mittagsverpflegung, der Hausaufgabenbetreuung sowie an den diversen Freizeit- und Förderangeboten über das ganze Schuljahr hinweg verpflichtend. Zur Gewährleistung einer verlässlichen Betreuung muss die Anmeldung fürs nächste Schuljahr im Voraus erfolgen.

Zwei Nachmittage bis 16 Uhr sind Pflicht . Die Tage sind bei der Anmeldung anzugeben. Das erforderliche Formular ist bei der Schulleitung erhältlich. Besucht ein Kind den Regelunterricht an einer anderen Schule, so ist der Besuch der Schule mit offenem Ganztagesangebot im Anschluss an den Vormittagsunterricht bei Zustimmung der Schulleitung grundsätzlich möglich.

Mit Fachkräften


Laut Aussage der Referentin liegt die Mindestzahl bei 14 Kindern mit der Zielgruppe ab 5. Klasse aufwärts. Die Mädchen und Buben sollen verspüren, sie "gehen nach der Schule nicht mehr in die Schule". Das Angebot besteht von Montag bis einschließlich Donnerstag bis 16 Uhr. Geeignete Fachkräfte stehen zur Verfügung. Die Kooperation mit den Eltern ist enorm wichtig, betonte Maßnahmenleiterin Nicole Schlosser.

Für die Gemeinde Schmidgaden hat die Erhaltung des Schulstandortes oberste Priorität, unterstrich Bürgermeister Josef Deichl bei der lebhaften Aussprache mit den anwesenden Eltern. Er appellierte an alle Erziehungsberechtigten, die Einrichtung einer offenen Ganztagesschule zu unterstützen und das integrierte Angebot zu nutzen.

Bürgermeister Armin Schärtl, Sprecher der Amtskollegen im Schulverbund "Nördliches Naabtal", wünschte sich, dass jede Mittelschule ausreichend mit Klassen versorgt werde. Der momentane Stand sähe zwei Fünfte in Schwarzenfeld und keine in Schmidgaden vor.

Bürgermeister Christian Ziegler hoffte, die Fensterbacher Eltern von den Vorteilen der offenen Ganztagesschule überzeugen zu können. Es müsse an die Zukunft müsse gedacht werden, denn "einmal tot, immer tot!" Der Schulverband Schmidgaden greife bei den anfallenden Kosten für die Mittagsverpflegung den betroffenen Eltern finanziell kräftig unter die Arme, versicherten die beiden Bürgermeister Deichl und Ziegler. Sie sind guter Dinge, die Eltern von den Vorteilen der offenen Ganztagesschule überzeugen zu können und mit ihnen einen gemeinsamen Weg zu finden.
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