Rotes Kreuz beklagt
„Helfer vor Ort“ kommt teuer

Bereitschaftsleiter Rainer Vogl, der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Joachim Seeliger und Bürgermeister Josef Deichl dankten Johann Forster für 40 Dienstjahre. Bild: ral
Vermischtes
Schmidgaden
01.04.2016
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Die Finanzierung des "Helfers vor Ort" verlangt der BRK-Bereitschaft Schmidgaden einiges ab. In Zukunft soll diese Arbeit besser dargestellt werden.

Bereitschaftsleiter Rainer Vogl blickte in einem umfangreichen Rechenschaftsbericht auf das Jahr zurück. Er erinnerte an Altkleidersammlungen, Blutspendedienst, Fußballdienst, sowie die Begleitung verschiedener Feste innerhalb und außerhalb der Gemeinde. An der Mittelschule beteiligte sich die Bereitschaft am Sicherheitstag. Auch beim Gemeindepokalkegeln und dem Gemeindepokalschießen waren die Rotkreuzler dabei.

4825 Stunden wurde im vergangenen Jahr in die Rotkreuz-Arbeit investiert - davon 1150 Stunden Sanitätsdienst, 1012 Stunden Mittelbeschaffung, 897 Aus- und Weiterbildung, 624 Blutspendedienst und 1142 Stunden Sonstiges. Die Bereitschaft hat zurzeit 41 Mitglieder, 32 Männer und 9 Frauen. Ausgebildet sind in der Bereitschaft zwei Ärzte, fünf Rettungsassistenten, zwei Erste-Hilfe-Ausbilder, drei Befähigte zur Leitung einer Bereitschaft, neun Rettungsdiensthelfer, zwei mit Befähigung für technischen Dienst und Gerätewartung, vier mit Fernmeldeausbildung.

Die Altkleidersammlung wird von Hans Dirrigl organisiert, er vertritt Vogl auch als Bereitschaftsleiter. Im letzten Jahr wurden 26 Tonnen Altkleider gesammelt. Der Blutspendedienst läuft sehr zur Zufriedenheit aller Beteiligten über Josef Lorenz jun. ab. Taktischer Leiter Emil Mattausch kümmerte sich seit vielen Jahren um die Organisation der Sanitätsdienste; dort läuft alles wie am Schnürchen. Nebenbei hält er nach wie vor Erste-Hilfe-Kurse ab und als Helfer vor Ort ist er auch tätig.

Für den Dienst "Helfer vor Ort" zeichnet bei der BRK-Bereitschaft Michael Zimmerer verantwortlich. "Alles wird souverän und generalstabmäßig geplant und durchgeführt", lobte Vogl. Die Zusammenarbeit mit der Johanniter-Unfall-Hilfe funktioniere reibungslos. Der "Helfer vor Ort" (HvO) wird mit einer begrenzten Anzahl an Personen angeboten, die eine spezielle Qualifikation besitzen. Der "Helfer vor Ort" verursacht wegen des Dauerbetriebs auch Kosten. Diese müssen über die Bereitschaft zum größten Teil erwirtschaftet werden. "Der Helfer vor Ort ist eine wichtige Einrichtung, trifft er doch noch vor dem eigentlichen Rettungsdienst am Unfallort oder beim akut Kranken ein und kann oft lebensrettende Maßnahmen einleiten", verdeutlichte Vogl. Damit werde die Wartezeit von Alarmierung bis Eintreffen des Rettungsdienstes überbrückt - bis zu 15 Minuten.

Die BRK-Bereitschaft Schmidgaden und die Johanniter-Unfall-Hilfe, die ihren Stützpunkt in Trisching haben, wechseln sich wochenweise mit den Diensten ab, sie decken das Gemeindegebiet in Schmidgaden und Fensterbach ab. "In Sachen Finanzierung muss sich die Bereitschaft noch etwas einfallen lassen", urteilte der Bereitschaftsleiter.

Bürgermeister Josef Deichl dankte der Bereitschaft für ihre Arbeit, besonders für den Helfer vor Ort. "Die Gemeinde weiß es zu schätzen, dass hier eine Bereitschaft vorhanden ist." Der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter, Joachim Seeliger, lobte ausdrücklich die Arbeit der Bereitschaft Schmidgaden. Auch der Kreisverband kenne die Probleme mit der Finanzierung des HvO. Leider gibt es vonseiten der Krankenkassen keine finanzielle Zuwendung, da es sich um eine freiwillige Leistung handele.

Abschließend wurde Johann Forster für 40 Dienstjahre beim BRK geehrt.
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