Seniorennachmittag der Gemeinde
Gleiche Pflegeleistungen für Demenzkranke

Referent Michael Falkenstein erklärte die Änderungen der Pflegereform für 2017. Bild: di
Vermischtes
Schmidgaden
02.12.2016
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Beim Seniorennachmittag der Gemeinde erläuterte Bürgermeister Josef Deichl in seiner Begrüßung die Kommunalpolitik seit seinem Amtsantritt. Danach klärte Michael Falkenstein von der AOK Amberg die Zuhörer über die Änderung der Pflegestufen ab 2017 auf.

Seniorenbeauftragter Alois Dirrigl konnte beim Seniorennachmittag der Gemeinde neben einem vollen Haus und dem Referenten Michael Falkenstein von der AOK auch Bürgermeister Josef Deichl willkommen heißen. Dieser ging auf die Entwicklung der Gemeinde ein und zählte auf, was sich seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren alles getan hat.

Nach dem Kaffeetrinken erklärte der Referent die Änderungen der Pflegereform für 2017. Ab dem neuen Jahr werden die Pflegestufen Null, Eins, Zwei und Drei von den Pflegegraden Eins, Zwei, Drei, Vier und Fünf abgelöst. Diese Änderungen sollen vor allem demenzkranken Älteren die gleichen Pflegeleistungen zusichern wie körperlich Pflegebedürftigen. Das neue Gesetz bringe endlich eine völlige leistungsrechtliche Gleichstellung von Demenzkranken und körperlich erkrankten Pflegebedürftigen. Dann werden diese Personen, die den gleichen Pflegegrad erhalten und somit ähnlich selbstständig oder unselbständig eingeschätzt werden, Anspruch auf die gleichen Leistungen ihrer Pflegekassen haben. Bei der Umwandlung einer Pflegestufe in einen Pflegegrad soll niemand schlechter gestellt werden. Denn mit den Pflegegraden werden viel mehr Aufwendungen bewertet, die früher nicht berücksichtigt wurden. Für die einzelnen Pflegestufen werden unterschiedliche Punkte vergeben, insgesamt sind es 110 Tätigkeiten, die bewertet werden, so der Referent. Die Leistungsbeiträge der Pflegekasse werden ebenfalls erhöht, die Pflege zu Hause werde hier besonders gefördert und bezuschusst. Der Staat stelle auch für Umbaumaßnahmen in der Wohnung Leistungen zur Verfügung. Für die pflegende Person wird ab 2017 in die Arbeitslosenkasse eingezahlt, damit später Arbeitslosengeld beantragt werden kann. Kinder mit besonderer Behinderung erhalten dann ebenfalls Pflegegrade zugeteilt.

Wichtig ist, vor der Einstufung der pflegenden Person einen Pflegeberater, den jede Krankenkasse zur Verfügung hat, hinzuzuziehen, denn es gibt wirklich viel Hilfe, über die man Bescheid wissen sollte, legte der Referent den Zuhörern ans Herz. Alois Dirrigl bedankte sich bei Michael Falkenstein für diesen ausführlichen und sehr interessanten Vortrag mit einem Geschenk.
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