Stärkung des ländlichen Bereichs

Die einfache Dorferneuerung in Hohersdorf bezeichnete Bürgermeister Josef Deichl (rechts) auf dem neu gestalteten Mittelpunkt im Beisein der Bewohner als ein gelungenes Projekt, das in die Zukunft weist. Bilder: ohr (2)
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Schmidgaden
29.10.2016
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Gäste, Gemeinderat und ehemalige Ratsmitglieder machten sich in Scharlmühle ein Bild vom neuen Kastendurchlass für die baufällige Brücke über den Hüttenbach in Scharlmühle.

Die Gemeinde brachte zwei Maßnahmen zur Stärkung des ländlichen Bereichs zum Abschluss: die Wiederherstellung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Wolfsbach und Scharlmühle sowie die Dorferneuerung in Hohersdorf.

Bürgermeister Josef Deichl begrüßte in Scharlmühle gegenüber dem Luber-Gehöft vor dem neu errichteten Kastendurchlass für die Brücke über dem Hüttenbach Gäste aus Politik, von Behörden und der Verwaltung sowie stellvertretende Bürgermeister, Gemeinderäte und ehemalige Ratsmitglieder.

Die ersten Gespräche mit dem Staatlichen Bauamt wegen Fördermöglichkeiten zur Wiederherstellung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Wolfsbach und Scharlmühle wurden Ende 2012 aufgenommen, informierte der Rathauschef. Das angesprochene Straßenstück erhielt in der Länge von 555 Metern eine Oberbauverstärkung in der vorhandenen Breite von drei Metern, ein verrohrtes Teilstück des sogenannten Seebachs konnte durch Grunderwerb renaturiert werden. Gewässergräben erhielten eine naturnahe Gestaltung und der Bachlauf teilweise Mäander, um keine Fischfallen entstehen zulassen. Die Bauausführung lag in den Händen der Firma Schatz aus Kögl. In Vertretung des Leitenden Baudirektors am Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Tirschenreuth, Thomas Gollwitzer, sprach Bauoberrat Werner Bachseitz von "einer schönen Sache: Die landwirtschaftlichen Grundstücke seien besser erschlossen.

158 000 Euro Förderung


Bei einem Satz von 65 Prozent liege die Fördersumme bei 158 000 Euro. Die Übernahme der Trägerschaft durch die Gemeinde sei positiv und begünstige eine schnellere Abwicklung, resümierte der Behördenrepräsentant. Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl sprach von einer wichtigen Maßnahme in einer idyllisch gelegenen Landschaft.

Weiter nach Hohersdorf: Die Dorferneuerungsmaßnahme sei für die Gemeinde eine besondere Baumaßnahme gewesen, merkte Bürgermeister Josef Deichl auf dem neu gestalteten Platz als Dorfmittelpunkt im Beisein der Bürgerschaft an. Damit zeige die Kommune ein offenes Ohr für kleinere Ortschaften.

Die erste Besichtigung durch das ALE im Februar 2012 erbrachte als Ergebnis die grundsätzliche Möglichkeit für eine einfache Dorferneuerung, blickte Bachseitz zurück. Darauf leitete die Gemeinde die erforderlichen Schritte ein. Der Zuschuss für die zuwendungsfähigen Kosten liege bei 166 000 Euro. "Es ist gelungen, aus der Ortschaft etwas Schönes zu machen", schloss Bauoberrat Bachseitz seine Rückschau.

Planerin Christine Meyer vom Büro Röth hob die gute Zusammenarbeit mit den Dorfbewohnern hervor. Der Dorfplatz wurde vergrößert und das Bushäuschen durch seine offene Gestaltung integriert. Der Kastanienbaum mit seiner Ruhebank sei ein weiteres wichtiges Element.

Orte lebendig halten


Das Land Bayern stelle Fördergelder für kleinere Orte bereit, um sie lebendig zu erhalten, merkte CSU-Landtagsabgeordneter Alexander Flierl in an. Der Freistaat setze wie mit dem Breitbandausbau dadurch ein Signal für gleichwertige Lebenschancen von Stadt und Land. "Die Menschen sollen in der Fläche bleiben und sich wohlfühlen", unterstrich Landratstellvertreter Arnold Kimmerl. Bürgermeister Josef Deichl bedankte sich bei Geschäftsleiter Martin Janz und der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit und lud Gäste und Dorfbewohner in die benachbarte Scheune zu einem Imbiss ein.
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