Zuschüsse für Vereine

Vermischtes
Schmidgaden
15.06.2016
51
0

Drei Vereine wandten sich an die Gemeinde und baten um einen finanziellen Zuschuss für ihre Ausgaben. Dass die Kommune etwas zuschießen wird, war im Gemeinderat schnell klar. Nur über die Höhe der Unterstützung gab es doch erhebliche Differenzen.

Der Schützenverein Schmidgaden gab für Unterhaltsmaßnahmen am Gebäude und die Erneuerung der Schießanlage eine erkleckliche Summe aus: rund 29 500 Euro. Vom Heimat- und Trachtenverein Trisching lag ein Antrag auf finanzielle Unterstützung für den Kauf von drei neuen Frauentrachten auf dem Tisch. Sie kosteten den Verein rund 3250 Euro. Zuguterletzt hat sich der SV Trisching-Rottendorf einen neuen Aufsitz-Rasenmäher für rund 4000 Euro gekauft und bat die Kommune ebenfalls, ihm dafür finanziell unter die Arme zu greifen.

Das war die Ausgangslage. Bürgermeister Josef Deichl schlug daraufhin vor, alle drei Vereine - wie früher schon praktiziert - mit zehn Prozent der Kosten zu unterstützen. Damit handelte er sich Widerspruch von Christian Pröls ein: Er erinnerte daran, dass die Gemeinde für den neuen Mäher des FC Schmidgaden 3500 Euro als Maschinenkosten zugeschossen habe, zitierte Pröls aus dem damaligen Beschluss. "Das", schlussfolgerte er, "sollten wir jetzt auch machen". Er forderte deshalb, auch in diesem Fall die Maschinenkosten gemeindlicherseits zu übernehmen und die Rechnung für den Mäher komplett zu zahlen.

Josef Piehler gab zu bedenken, dass der Marktrat damals keinen Grundsatzbeschluss gefasst hat: "Man kann nicht sagen, dass das jetzt pauschal bei jedem Verein so beschlossen wird", betonte er. Er sprach sich auch dafür aus, dass die Vereine in Zukunft vor dem Kauf die Zuschussanträge stellen sollen.

Für einen Fördertopf


Thomas Wilhelm befürwortete einen Fördertopf der Gemeinde, der jährlich mit einer gewissen Summe gefüllt wird. Das habe der Rat seines Wissens nach damals auch beschlossen. "Wenn der Topf dann ausgeschöpft ist, ist er ausgeschöpft. Das ist der einzige Weg, wenn wir aus dieser Debatte herauskommen wollen", unterstrich Wilhelm. Das Fass mit der Übernahme der gesamten Maschinenkosten habe der Rat schon aufgemacht. Ergo: "Wenn wir da 100 Prozent der Gerätekosten übernommen haben, dann müssen wir das hier auch machen."

Wenn der Verein den Rasen selber mäht, habe die Gemeinde ja auch einen Vorteil und müsse diese Arbeiten nicht mehr übernehmen, gab Zweiter Bürgermeister Andreas Altmann zu bedenken. Er schlug vor, nicht alles, aber 80 Prozent der Kosten für den Mäher zu übernehmen. Diesem Vorschlag folgte der Gemeinderat mit 12:3 Stimmen.

Mit einer Gegenstimme beschloss er außerdem, dem Heimat- und Trachtenverein Trisching mit 20 Prozent unter die Arme zu greifen. Den gleichen Prozentsatz erhält der Schützenverein. Hier fiel die Entscheidung mit 13:2 Stimmen. Ein weiterer Antrag, die Schmidgadener Schützen mit 20 000 Euro zu unterstützen, erhielt keine Mehrheit.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.