Neue Heimat für die Schützen
Untermieter bei der Feuerwehr

Pfarrer Helmut Brügel bei der kirchlichen Weihe der Vereinsräume der Vilstalschützen. Bild: pop
Freizeit
Schmidmühlen
01.10.2016
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Mit dem kirchlichen Segen für das neue Schützenheim durch Pfarrer Helmut Brügel konnte für die Vilstalschützen eine wichtige Epoche in der Vereinsgeschichte erfolgreich abgeschlossen werden.

Emhof. Ihre neue Heimat haben die Vilstalschützen im Feuerwehrgerätehaus gefunden. Sie hoffen, dass es für eine sehr lange Zeit sein wird und damit die Zukunft des Emhofer Schützenvereins gesichert ist. Die jetzige Schützengeneration hat ihre Aufgaben erfüllt und was optimistisch stimmt: Im Verein gibt es viele junge Nachwuchsschützen. Es ist mittlerweile der vierte Schießstand für die Emhofer Schützen. Als es sich abzeichnete, dass der Verein die bisherige Schießanlage auf Dauer nicht mehr nutzen könne, habe man die "Gelegenheit beim Schopf gepackt" und sich in den bevorstehenden Erweiterungsbau des Feuerwehrhauses eingeklinkt - froh ist man, dass dies noch möglich war.

Plan war schon fertig


Denn eigentlich war der Plan für den Erweiterungsbau des Gerätehauses schon fertig. Die Schützen bezeichneten die Unterstützung durch den Schmidmühlener Marktrat und durch die Feuerwehr Emhof als beispielhaft. Sechs Schießstände, ein großer Aufenthaltsraum sowie weitere Logistikräume wurden in das Kellergeschoß des Gerätehauses eingebaut. Alle sechs Schießstände sind mit elektronischen Anlagen ausgerüstet. Finanziell sei man nach Abschluss der Arbeiten im "grünen Bereich". Die Stunden, die die Vereinsmitglieder bei diesem Bau geopfert hätten, "können sicher nicht gezählt werden", sagte der Emhofer Schützenmeister Theo Hummel.

Trotz der intensiven Bauphase und des Mammutprogramms kam in den Monaten des Schützenheim-Baus die sportlichen Aktivitäten nicht zu kurz. Mit vielen Aktionen haben sich die Vereinsmitglieder das Geld für diesen Neubau erarbeitet und verdient. Dafür haben sie in den vergangenen Jahren entsprechend geackert und Veranstaltungen organisiert: Johannisfeuer, Kirchweih, Adventsmarkt und Christbaumversteigerung. Das Geld ist gut angelegt, dessen war sich bei der Einweihung auch Bürgermeister Peter Braun sicher, nämlich in eine gute Zukunft. Kombiniert war der Bau der Luftdruckwaffenschießanlage mit der Erweiterung des Gerätehauses.

Schießstand 13 Meter lang


Es ist ein großes Gemeinschaftswerk der Feuerwehr und der Vilstalschützen. Die Schießportanlage wurde durch die Vilstalschützen in Eigenleistung erstellt und finanziert. Der unterirdische Schießstand ist 13 Meter lang und bietet bei einer Breite von sechs Metern sechs Ständen für Luftdruckwaffen Platz.

Mehrfach umgezogenIn den Anfangsjahren haben die Vilstalschützen Emhof ihre Schießabende im alten Gasthaus Kellermeier abgehalten. Anfangs konnte nur auf zwei Ständen geschossen werden, die von der Küche aus in den Flur führten. In den ersten Jahrzehnten waren weniger die sportlichen Vergleichskämpfe und offiziellen Meisterschaften bei den Emhofer Schützen angesagt .Vielmehr standen die Preis- und Gesellschaftsschießen im Mittelpunkt.

Eine echte Verbesserung trat erst ein, als der frühere Vereinswirt Ludwig Kellermeier 1979 ein neues Gasthaus baute. Damit hatte man eine Schießanlage, die den strengen Vorschriften entsprach. Ein großes Ereignis in der Geschichte des Vereins war 1992, als man ein Vereinsheim in der ehemaligen Scheune des Gasthauses Bauer errichtet wurde. Nun hat der Verein seine Heimat im Untergeschoss des Feuerwehrhauses gefunden. (sön)
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