Vor Jahren kurz vor der Auflösung
Bei den Imkern brummt's wieder

Neuimker werden in Schmidmühlen intensiv betreut. Darauf legt Vorsitzender Josef Fleischmann (links) großen Wert. Den Einstieg erleichtert die Aktion "Imkern auf Probe". Bild: pop
Freizeit
Schmidmühlen
21.05.2016
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Noch vor wenigen Jahren schien die Vereinsauflösung unausweichlich. Sie war schon fast beschlossen, als mit der Aktion "Imkern auf Probe" neue Mitglieder kamen. Damit hatte der Imkerverein Schmidmühlen wieder eine Zukunft.

Den anhaltenden Aufwärtstrend belegte Vorsitzender Josef Fleischmann in der Jahreshauptversammlung mit zahlreichen Daten. So hatte der Imkerverein 2015/2016 sechs Neuzugänge (je drei aktiv/passiv). Eine Interessentin versucht sich beim Imkern auf Probe. Heuer meldeten die Imker dem Verband 102 Völker (2015 waren es 70). Im nächsten Jahr kommen noch acht weitere aus Vereinsnachzucht dazu.

Neulinge erfolgreich


Zur Bewältigung der vielen Aufgaben trafen sich die Mitglieder zu zwei Versammlungen, der Vorstand zu vier Sitzungen. Die neuen Mitglieder wurden jeweils mit einem Volk ausgestattet. Sie gingen laut Fleischmann engagiert ans Werk: Bis auf zwei Imker konnten heuer alle ihre Völker in ihren eigenen Bestand überführen. Die beiden Neuzugänge, deren Tiere den Winter nicht überlebt haben, werden mit Ersatz aus Vereinsbeständen ausgestattet. In diesem Zusammenhang dankte der Vorsitzende der Raiffeisenbank Unteres Vilstal, die das Imkern auf Probe in diesem Jahr mit 250 Euro unterstützt.

Der Vorsitzende sprach auch die Königinnenzucht an. Das Projekt, das Mitglied Thomas Müller leite, sei ebenfalls sehr erfolgreich. So sei der Verein erstmals in der glücklichen Lage, einen eigenen Bestand von acht Völkern zu haben.

Die Schmidmühlener Imker waren in vielen Bereichen aktiv. Die Liste reichte von der Teilnahme am Einzug zum Marktfest bis zum ersten gemeinsamen Erntedankfest mit dem Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein im Trachtenheim und Hammerschloss-Hof.

Mehrere Monate hatten beide Vereine 2015 nach einem gemeinsamen Projekt gesucht. Mit dem Erntedank war es gefunden - ein Fest, das zu beiden passt. Schließlich haben diese geschichtlich gemeinsame Wurzeln und sich einer gesunden Ökologie des Heimatraums verschrieben. Nach dem Erfolg wird es eine Neuauflage geben. Bei der Ausstellung während der Wildwochen stellten die Bienen-Experten sich und ihre Arbeit vor. Das Interesse der Besucher sei auf jeden Fall gegeben gewesen, resümierte Fleischmann.

Jetzt gemeinnützig


Positiv fiel der Kassenbericht von Hans Edenharter aus: Auch nach zahlreichen Investitionen im vergangenen Jahr habe der Verein genügend Spielraum für weitere Aktivitäten. Mittlerweile wurde nach Beschluss einer neuen Satzung dem Verein auch die Gemeinnützigkeit zugesprochen. Damit kann er selbst Spendenbescheinigungen ausstellen. 3. Bürgermeister Martin Bauer würdigte die Arbeit der Imker und wünschte ihnen im laufenden Jahr viel Erfolg.
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