Weiß-Blau Winbuch und Sportschützen vereinen Interessen bei Wettkampf
Schützen pflegen Wir-Gefühl

Die Sieger mit Gauschützenmeister Heiner Fraunholz links, Schützenmeister Josef Popp sowie rechts Ludwig Spies, Schießleiter Winbuch. Bild: pop
Freizeit
Schmidmühlen
23.11.2016
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Das sind die SiegerDen Mannschaftspreis holte sich das erste Team der Sportschützen (531 Ringe) vor Winbuch 4 (518), Schmidmühlen 2 (517), Winbuch 1 (503), Schmidmühlen 3 (475), Winbuch 3 (465) und Winbuch 2 (344). In der Einzelwertung gewann Erwin Koller (187/Schmidmühlen). Auf den weiteren Plätzen folgten Josef Hierl (184/Schmidmühlen), Harald Übel (182/Winbuch), Franz Kaiser (181/Winbuch) und Georg Schmidschneider (179/Schmidmühlen). Auch wenn Gauschützenmeister Heinrich Fraunholz nicht mitschoss, bekam er viel Applaus und die Glückwünsche der beiden Vereine für eine hohe Auszeichnung des Freistaats Bayern, die er aus den Händen von Innenminister Joachim Herrmann entgegennahm (AZ berichtete).

Auch wenn es zwei eigenständige Schützenvereine sind, genau genommen trennt die SG Weiß-Blau Winbuch und die Sportschützen Schmidmühlen nicht viel. Geographisch sind sie mit ihren Vereinsheimen nur wenige Kilometer voneinander entfernt, und was das Alter anbelangt, sind beide schon deutlich jenseits der 100.

Kompromiss für beide


Weiß-Blau Winbuch feierte heuer 110-jähriges Bestehen; in zwei Jahren können die Sportschützen auf ihr 125-Jähriges zurückblicken. In einem unterscheiden sich die zwei Vereine allerdings: Während sich die Schmidmühlener verstärkt dem sportlichen Schießen verschrieben haben, pflegen die Winbucher mehr das Gesellige. Hier einen Kompromiss zu finden, war nicht schwierig. Das langjährige Miteinander war für Schützenmeister Josef Popp und seine Mitglieder Anlass, die Kollegen aus Winbuch zu einem Vergleichsschießen mit anschließendem gemütlichen Beisammensein einzuladen.

Das Turnier wurde von den Aufgelegt-Seniorenschützen ausgetragen. Winbuch schickte vier, die Sportschützen drei Mannschaften in den Wettbewerb. Rund zweieinhalb Stunden wurde um jeden Ring gefightet (Ergebnisse siehe Kasten). Bei der Siegerehrung blickte Schützenmeister Josef Popp auf die langjährige Verbundenheit der zwei Vereine zurück.

Seit vielen Jahren besuchen sich beide bei verschiedenen Anlässen, sei es bei der Winbucher Kirwa oder beim Gartenfest im Alten Bahnhof und bei diversen Wettkämpfen. Mit dem Aufgelegt-Schießen habe der Deutsche Schützenbund auch Älteren die Möglichkeit eröffnet, ihren Sport, immerhin eine olympische Disziplin, im fortgeschrittenen Alter weiter ausüben zu können. Von dieser Möglichkeit, so Popp, machen die Vereine reichlich Gebrauch. Von einer einst propagierten "Ich-AG" hin zur "Wir-AG" ist laut Popp die richtige Antwort auf die Zeitenwende.

Zugewinn für Senioren


Das unterstrich auch Gauschützenmeister Heinrich Fraunholz, der den zwei Vereinen zu ihrem harmonischen Miteinander gratulierte. Auch er betonte, dass das Schießen in den Seniorenklassen ein echter Zugewinn für die Vereine sei und man nur gemeinsam die Herausforderungen des demografischen Wandels bewältigen könne.
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