Die Hubertusmesse des Heimat- und Kulturvereins gehört dazu
Wildwochen warten mit kulinarischen Köstlichkeiten

Die Hubertusmesse des Heimat- und Kulturvereins Schmidmühlen war ein besonderes Erlebnis. Die Jägerschaft beteiligte sich mit einer Streckenlegung mit heimischem Wild. Bilder: bö (2)
Kultur
Schmidmühlen
25.10.2016
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Neben dem Männergesangverein Liederkranz begleiteten die Parforcehornbläser aus Burglengenfeld den Gottesdienst. Danach folgte noch ein kleines Standkonzert am Kirchplatz.

(bö) Wenn sich die Natur in ihrer schönsten Farbenvielfalt zeigt und in der Pfarrkirche St. Ägidius Jagdhornklänge zu hören sind, ist es Herbst-, Ernte- und auch Wildwochenzeit: "Der Jägerschaft und der Forstwirtschaft ist die Hege von Wald und Flur anvertraut. Hilf ihnen, einen guten Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen zu schaffen", war eine der Fürbitten, die Dr. Markus Perpeet bei der Hubertusmesse des Heimat- und Kulturvereins vortrug.

Gestaltet wurde der Gottesdienst vom Männergesangverein Liederkranz und von den Parforcehornbläsern aus Burglengenfeld. Die örtliche Jägerschaft steuerte eine Streckenlegung mit heimischem Wild bei. Gewidmet war der Jahresgottesdienst den verstorbenen Mitgliedern des Heimat- und Kulturvereins und den Waidleuten.

Gebet der Indianer


"Wir leben auch von anderen. Wir leben, indem uns andere etwas von ihrer Lebenskraft, ihrer Energie, von ihrem Leben geben", sagte Pfarrer Werner Sulzer in seiner Predigt. Er erinnerte an ein überliefertes Gebet der Cherokee-Indianer Nordamerikas, das diese sprachen, bevor sie auf die Jagd gingen: "Es tut mir leid, dass ich dich töten muss, kleiner Bruder. Aber ich brauche dein Fleisch, denn meine Kinder hungern. Vergib mir, kleiner Bruder." Naturvölker erlebten die Natur anders, meinte Sulzer.

Auch Hubertus, so erzähle die Legende, begegnet auf der Jagd einem Hirsch. Gerade, als er den Pfeil anlegte, entdeckte er zwischen dem Geweih ein leuchtendes Kreuz. "Wir als Menschen müssen uns nicht schlecht fühlen, wenn wir uns von anderen Lebewesen ernähren. Ein schlechtes Gewissen wäre die verkehrte Folgerung, denn wir könnten ja gar nicht anders leben", erläuterte Sulzer. Wohl aber schulde man allen Ehrfurcht und Dankbarkeit - "für alles und alle, die mir etwas von ihrer Lebenskraft oder eben wirklich ihr Leben schenken".

Gebrauch und Missbrauch


"Wir brauchen andere zum Leben", betonte der Pfarrer. "Aber der Grat zwischen Gebrauch und Missbrauch ist oft schmal". Schonend, sorgsam, verantwortungsbewusst mit allem umzugehen, sei es, was die Welt heute und zukünftige Generationen von uns erwarten könnten. "Und weil wir von anderen leben, sollen wir auch für andere leben und da sein."

Die WildwochenHeuer findet man erstmals unterschiedliche Wildwochen-Laufzeiten bei den Gastwirten. Vor einer Woche gab es schon den Knödelbogen im Gasthof Lindenhof mit einer Spendenaktion für die Sternstunden. Am Samstag hatte der Gasthof Goldenes Lamm zum Wildwochen-Auftakt mit einer Dinnershow von Stefan Karl und Helmut Haider sowie der Tanzlmusi Quietschfidel eingeladen. Im Gasthof Goldenes Lamm findet man Leckerbissen aus der Wildküche noch bis Sonntag, 13. November, auf der Speisekarte. Im Gasthof Lindenhof ist hingegen nur bis Allerheiligen zum Schlemmen für einen guten Zweck eingeladen. Am Sonntag, 30. Oktober ist im Landgasthaus Lautenschlager in Eglsee mittags und abends ein Wildtag (Anmeldung unter 09474/264). Am Samstag, 5. November, bittet die Dorfgemeinschaft Winbuch zum Wildtag ab 18 Uhr ins Dorfgemeinschaftshaus (Anmeldung direkt dort oder bei Familie Spies unter 09474/1001). (bö)
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