Kirwa in Schmidmühlen
Moidln stehlen Boum die Schau

Vier Kirwamoidln zeigten den Boum und den Zuschauern einen besonderen Plattler. Bilder: bjo (2)
Kultur
Schmidmühlen
05.09.2016
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Das neue Oberkirwapaar Anna Dammith und Maximilian Spies.

28 Meter hoch ist er, der Schmidmühlener Kirwabaum. Und zeigt weithin sichtbar an, dass im Markt am Wochenende groß gefeiert wurde. Nicht nur von den 27 Festpaaren.

Der Baum wurde am Freitag auf das Baywa-Gelände gebracht, wo die Burschen und Moidln ihn die ganze Nacht hindurch bei Scheinwerferlicht verzierten. Nach Vorlagen wurden "Schmidmühlen 2016" und das Gemeindewappen in den Stamm geschnitzt. ur zusammen waren die Arbeiten zu schaffen. Natürlich wurde das Kirwasymbol streng bewacht - blieb diesmal allerdings ebenso wie das Baumloch von Anschlägen verschont.

"Mei Liaber, mei Liaber!"


Musikalisch unterstützt von Johann Bauer am Akkordeon wurde das gute Stück am Samstagnachmittag zum Hammerplatz gebracht. Viel Geschick war erforderlich, um den langen Baum von der Bahnhofstraße dorthin zu bringen. Die Kirwamoidln saßen auf dem Baum, klatschten und sangen "In Schmidmühln, do is Kirwa, mei Liaber, mei Liaber!". Beim Aufstellen half wieder die Firma Fischer mit dem Kran mit.

Abends führten die Kirwapaare nach der Messe erstmals einen Teil ihrer Tänze vor. Für Gaudi im Ochsenwirtstodl sorgte die Steyrer Music Company. Alle 27 Kirwapaare nahmen tags darauf am Festgottesdienst in der Pfarrkirche teil, den sie auch mitgestalteten. Ausgelassene Stimmung herrschte nachmittags, bis es gegen 14 Uhr zu regnen begann. Pünktlich zum Austanzen schien aber wieder die Sonne und viele Besucher unterstützten klatschend den Einzug der 27 Paare am Hammerplatz auf der Kutsche von Michael Fischer mit dem Duo HeJo. Eingerahmt vom Publikum zeigten sie ihre Tänze, von der Sternpolka bis zum Boarischen. Die Zuschauer geizten nicht mit Beifall. Dann spielten Hans und Helmut einen Walzer. Als der plötzlich endete, hielten Anna Dammith und Maximilian Spies den Blumenstrauß in den Händen: Sie sind Schmidmühlens neues Oberkirwapaar. Spies musste dann traditionell vom Baum den Kirwahut und das Schultertuch herunterholen.

Die Moidln plattln


Nach den Gstanzln stand ein Schuhplattler auf dem Programm - völlig unerwartet unterbrochen von den vier Moidln Kathi Müller, Kerstin Söldner, Eva Riebl und Christina Spies. Unter sehr großem Applaus stahlen sie mit einem ganz besonderen Plattler den Boum die Schau. Als sich zum Abschluss das Mühlradl drehte, begann es wieder zu regnen. Doch das hielt die Besucher nicht davon ab, im Ochsenwirtstodl zünftig weiterzufeiern.

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Weitere Bilder im Internet:

www.onetz.de/

Schmidmühlen, wie es singt und lachtGespannt lauschten die Zuschauer den Gstanzln. Dabei erfuhren sie zum Beispiel, dass der Spielplatz am Berg hinterm Wasserhaisl "wurde versteckt: Da wird bei den Gemeindearbeitern der Spielbetrieb geweckt".

Auch ist der Fischzug in Schmidmühlen "scheia, do kinnas nach de erstn Wirtshaisa schor gor nimmer geia". Die Kirwaleut boten singend für nächstes Jahr den Dietldorfern ihre Hilfe zum Baumumschneiden an. Und "bei da Luftlandeübung vo de Amis heuer im Summa, san vom Himml niad blos Fallschirm owakumma. A ihre Jeeps homs vom Flugzeug assegschmissn, de hods eane am Boden drunten aber saba zerrissn". Und schließlich hat im Hasenfuß "oana gmiasst, dem hods recht pressiert, er hot guad gezielt, aber droffa hoda niad". (bjo)
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