Adventliche Stunde in Schmidmühlen präsentiert besinnliche Texte und Musik zur Weihnachtszeit
Etwas Ruhe in der Zeit zwischen den Zeiten

Der Kirchenchor erfreute mit "Aus einer schönen Rose". Bilder: bjo (2)
Lokales
Schmidmühlen
04.12.2015
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Eine ruhige Stunde erleben und den Weg durch die Vorweihnachtszeit gehen: Dazu regten Gruppen und Vereine der Pfarrei bei einer adventlichen Stunde an. ",Weihnachten kommt immer so plötzlich', hören und zitieren wir oft", merkte Pfarrgemeinderatssprecher Johann Bauer an: "Während wir noch die Spätsommertage genießen, werden in den Supermärkten schon die Lebkuchen- und Spekulatiuspackungen aufgebaut - und gekauft, auch wenn die Zeit dafür eigentlich noch nicht da ist."

Bauer lud dazu ein, die letzten vier Wochen des Jahres als Zeit zwischen den Zeiten wahrzunehmen. Im Advent begegneten sich nicht nur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - die Zeiten würden hier zusammenfließen zu einer einzigen großen Verheißung. "Dann ist der Advent mit seinen Erwartungen und mit seiner Hoffnung ganz Gegenwart."

Das Programm, ergänzend zum Adventsmarkt, umrahmte eine Textvorgabe Bauers mit Wortbeiträgen und Liedern verschiedener Gruppen unter dem Motto "Advent - Zwischenzeit". Eröffnet wurde es von der Bläsergruppe St. Ägidius. "Herr wir glauben, dass du wiederkommst" sangen die Cantores. "Advent heißt Ankunft und meint die Ankunft Gottes in der Welt", betonte Maria Jehl von der Kolpingsfamilie.

Von dieser besonderen Zeit als gelebter Gegenwart las Thea Schaller für die KAB vor. "Der Winter kummt" und "Der Engel begrüßte" trugen die Schmidmühlner Sängerinnen in Mundart vor. Im Advent gehe es "auch um die verheißene Wiederkunft Jesu", darauf machte Josef Färber vom Landvolk aufmerksam. Unser Warten im Advent sei immer auch das Warten auf diese Wiederkunft.

Für den katholischen Frauenbund verwiesen Elfriede Mehringer und Rosi Obermeier auf den großen Bogen der Heilsgeschichte, "in den wir im Advent hineingenommen sind: Er begegnet uns vielfach in der Bibel." Der Kirchenchor trug unter anderem das Lied "O tauet, ihr Himmel" vor. Pfarrer Werner Sulzer machte auf das Hoffen und Erwarten im Advent aufmerksam: "Hätten wir den Mut, mit leeren Händen zu kommen, wir würden anders beschenkt. Hätten wir den Mut, die Musik abzustellen, wir würden die Botschaft hören. Hätten wir den Mut, nicht alle Feiertage durchzuplanen, vielleicht wäre Platz für das Kind". Der feierliche Abschluss war das gemeinsame Lied "Macht hoch die Tür".
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