Alles nur geliehen

Lokales
Schmidmühlen
16.10.2015
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Der Herbst ist in Schmidmühlen nicht nur die Erntezeit, sondern seit 35 Jahren auch die Zeit der Gastronomie und der Jäger. Verantwortlich dafür sind die Wildspezialitätenwochen. Und die haben einen Vorläufer, der noch nichts für den Gaumen, dafür aber viel fürs Auge bietet.

Das Wild auf der Speisekarte macht den Markt regelmäßig zum Magneten für Feinschmecker. In nicht ganz zwei Wochen laden die Wildwirte wieder zu ihren Schmankerlwochen ein. Mit einer Feierstunde startete am Dienstag die Ausstellung "Wald, Wild und mehr" im Hammerschloss - eine Begleitveranstaltung der Wildwochen.

Die Kulturvereinsvorsitzende Eva Eichenseer ging auf die Verantwortung für die Natur ein. Dabei zitierte sie ein indianisches Sprichwort: "Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, wir haben sie nur von unseren Kindern geliehen." Mit der Ausstellung wolle man einen Einblick in den Artenreichtum der Natur geben. Eva Eichenseer forderte, dass die Menschen mit dieser Leihgabe Natur vorsichtig und verantwortungsbewusst umgehen.

Jagd, Forst, Fischer und Imker sind die Säulen der Ausstellung, die es zum dritten Mal gibt. Standen beim ersten Mal nur jagdliche Aspekte im Vordergrund, so beleuchtet sie jetzt ein breites Spektrum. Die Konstante sind dabei die Jäger. Für diese gratulierte Franz Erras, der Vorsitzende der Kreisgruppe Amberg im Bayerischen Jagdverband, zu 35 Jahren Wildwochen. Er zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt an Exponaten im Hammerschloss und von der Tatsache, dass die Wildwochen in den vielen Jahren nichts von ihrer Attraktivität verloren haben.

Die Bayerischen Staatsforsten mit dem Forstbetrieb Burglengenfeld sind heuer mit einem eigenen Beitrag dabei. Auf die Bedeutung des Fledermausschutzes verweist eine Ausstellungstafel des Bundesforstes. Neben dieser Infotafel (auch über die "Fledermauskirche" in Bergheim) lädt der Bundesforst mit Forstdirektor Dr. Markus Perpeet zu einem Vortrag ins Trachtenheim ein.

"Wenn es der Biene gut geht, geht es allen anderen Lebewesen gut" - so umschrieb der Vorsitzende des ebenfalls beteiligten Imkervereins, Josef Fleischmann, die Bedeutung der Imkerei. Zum zweiten Mal mit dabei ist der Fischereiverein Schmidmühlen. Vorsitzender Josef Deml betonte, dass Fischen nicht nur heiße, am Ufer zu sitzen und zu warten, bis ein Fisch anbeißt. Vielmehr liege der Schwerpunkt der Vereinsarbeit beim Gewässer- und Artenschutz. Die Ausstellung werde man nutzen, um über das Fliegenfischen zu informieren. So werden an den Sonntagen 18. und 25. Oktober von 13 bis 17 Uhr Fliegenfischer des Vereins über diese elegante Art zu angeln informieren. Sie zeigen im Ausstellungsraum des Vereins auch das Binden von künstlichen Fliegen. Jeweils von 14 bis 15 Uhr wird das Fliegenfischen an der Lauterach vor dem Schloss gezeigt.

Die Bläser der Kreisgruppe Amberg im Bayerischen Jagdverband umrahmten die Ausstellungseröffnung.
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