Anwohner beantragt "Tempo 30"
Rat bremst ab

Lokales
Schmidmühlen
26.09.2014
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Er will, dass die Autofahrer in der Brunnlettstraße den Fuß vom Gas nehmen: Deshalb hat ein Anwohner dort "Tempo 30" beantragt. Doch der Gemeinderat hat ihn damit jetzt erst einmal ausgebremst.

Der Beschwerdeführer sieht zu schnelles Fahren im Bereich der Brunnlettstraße als Gefahr für die Anwohner. Er hat deshalb beantragt, die Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich auf 30 km/h zu begrenzen. Weiterführend fordert er sogar die Ausweisung einer Einbahnstraße: Ein Thema, das jetzt im Gemeinderat auf der Tagesordnung stand.

Wie Bürgermeister Peter Braun das Gremium informierte, hat zu diesem Antrag bereits die Verkehrspolizei Stellung genommen: "Rechtlich ist die Ausweisung einer Zone 30 zulässig, aber in keiner Weise notwendig." Schließlich sei an dieser Stelle sehr schnelles Fahren wegen der beengten Straßenführung ohnehin nicht möglich.

Der Marktgemeinderat führte noch ein anderes Argument ins Feld: Er will unnötigerweise keinen "Schilderwald" pflanzen - darin war sich das Gremium einig. Marktgemeinderat Josef Popp (CSU) zieht eine "ganzheitliche Betrachtung der Verkehrsführung" einer Einzelmaßnahme vor. Bürgermeister Braun sieht das genauso. Er kündigte an, dass für eine solche umfassende Konzeption die Verkehrsführung im Ortskern und in den angrenzenden Siedlungen untersucht werden soll. Dabei soll auch der Anlieger-Antrag aus der Brunnlettstraße berücksichtigt werden.

Weitere Straßen im Blick

Der Marktgemeinderat lehnte deshalb zunächst "Tempo 30" ab. "Da müssen wir uns auch über die Verkehrsführung in der Erasmus-Grasser-, der Harschhofer und ihren Nebenstraßen unterhalten", war der gemeinsame Tenor.

Bei "Tempo 30" drückten die Räte also erst einmal auf die Bremse. Dafür scheint in ein anderes Thema nun endlich Bewegung zu kommen - den Bau des Schutzgeländers entlang der Hohenburger Straße zur Lauterach hin. Bürgermeister Peter Braun stellte dazu klar, Bauträger sei ausschließlich das Wasserwirtschaftsamt. Der Rat hatte bereits in einer früheren Sitzung die Übernahme des Geländers in die Baulast des Marktes abgelehnt. "Jetzt schaut es so aus, als ob die Maßnahme heuer noch durchgeführt werden wird", informierte Braun.
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