Bauern helfen der Wehr

Etwa 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um den bei Höchensee brennenden Mähdrescher zu löschen. Er stand allerdings schon schnell so stark unter Flammen, dass sie ein Ausbrennen nicht verhindern konnten. Bild: pop
Lokales
Schmidmühlen
05.08.2015
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Sechs Feuerwehren rückten am Dienstagmittag aus, um einen brennenden Mähdrescher zu löschen, der auf einem Feld zwischen Höchensee (Stadt Burglengenfeld) und Eglsee Feuer gefangen hatte. Als die Flammen erstickt waren, blieb ein gewaltiger Schaden zurück: etwa 280 000 Euro.

Ein technischer Defekt dürfte nach ersten Erkenntnissen die Ursache für den Brand gewesen sein, der gegen 12 Uhr ausbrach. Um 12.09 Uhr löste die Integrierte Leitstelle in Amberg für die Feuerwehren Pilsheim und Burglengenfeld (Landkreis Schwandorf) sowie für Schmidmühlen, Vilshofen, Emhof und Winbuch aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach Alarm aus.

Der Mähdrescher gehört einer Landmaschinenfirma aus dem benachbarten Höchensee. Zusammen mit weiteren landwirtschaftlichen Maschinen erledigte er Lohndrescharbeiten auf einem Getreidefeld, als der Fahrer plötzlich bemerkte, wie am Heck Rauch austrat. Er reagierte nach Einschätzung der Polizei sehr gut, weil er den Mähdrescher noch auf ein bereits abgeerntetes Feld steuerte, ehe er absprang.

Lob für Landwirte

Ein Lob verdienten sich auch die dort aktiven Landwirte, die mit mehreren Traktoren das Stoppelfeld rund um den brennenden Mähdrescher umackerten, damit das Feuer nicht auf das Feld daneben, das noch nicht abgeerntet war, sowie den nahen Wald übergreifen konnte.

Eine weithin sichtbare schwarze Rauchsäule wies den anrückenden Feuerwehren den Weg. Bereits beim Eintreffen der Ortswehr aus Pilsheim stand der Mähdrescher weitgehend in Flammen. Die hinzukommenden Wehren unterstützen die Pilsheimer bei den Löscharbeiten. Dazu wurde mit den Tanklöschfahrzeugen ein "Shuttledienst" eingerichtet. An dessen Beginn stand die Feuerwehr Emhof, die in Höchensee die Fahrzeuge betankte. Zugleich wurde vorsichtshalber noch eine Wasserförderleitung aufgebaut, um die sich die Feuerwehr Winbuch kümmerte. Das Löschen besorgten die Feuerwehren aus Pilsheim, Schmidmühlen, Vilshofen und Burglengenfeld. Unterstützung bekamen sie von einem Landwirt, der mit einem Güllefass Wasser zum Brandort brachte.

Gegen 13 Uhr rückten die ersten Feuerwehren wieder ab. Die Zusammenarbeit der Wehren aus den benachbarten Landkreisen klappte reibungslos. Etwa 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Ein verletzter Helfer musste behandelt werden, weil er sich den Fuß vertreten hatte.
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