Bei diesem Ball bebt das Parkett

Einiges aushalten musste der Tanzboden beim Wildererball in Schmidmühlen. Aber das ist man ja gewohnt in der Faschingshochburg beim Altenbuchner. Bilder: bö (2)
Lokales
Schmidmühlen
16.02.2015
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Wie lange die Wilderernacht in Schmidmühlen gedauert hat, wird ein Geheimnis bleiben. Schließlich erzählen auch die Jäger nicht, wann sie vom Ansitzen nach Hause gekommen sind.

(bö) Noch einmal richtig Vollgas gaben die Narren am Faschingswochenende in Schmidmühlen im Altenbuchnersaal in der Hauptstraße: Beim Wildererball ließen es Prinzengarde und Männerballett noch einmal ordentlich krachen und setzten mit den fünf Quertreibern einen weiteren Stern am Faschingshimmel des Südens.

Selbst die Musiker waren überrascht, dass gleich von Anfang an die Tanzfläche immer dicht gefüllt war. So wie in Amberg beim Weiberfasching waren sie auch in Schmidmühlen eine Klasse für sich und hatten keine Mühe, das Publikum mitzureißen.

Erinnerungen an einst

Den Startschuss für eine lange Wilderernacht gaben natürlich Prinz Sebastian I. und Prinzessin Julia I. mit ihrem Walzer. Ein zackiger Tanz der elf Gardemädels ließ den altehrwürdigen Espach-Parkettboden im Saal zittern. Das Publikum - zwischen 16 und 60 - hatte sich für diese lange Schmidmühlener Faschingsnacht einiges an originellen Kostümen einfallen lassen.

Dass Wilderer - und davon hat man in jener Nacht in Schmidmühlen eine ganze Menge gesehen - erst etwas später, dafür aber auch länger unterwegs sind, ist ja bekannt. Viele Schmidmühlener erinnerten sich da noch an die 60er- und 70er-Jahre, als es im Ort jedes Wochenende ausverkaufte Faschingsbälle gab.

"Bayern, des san wir" war heuer das Motto des Showtanzes, mit dem die Prinzengarde um Gardetrainerin und Kommandeuse Marion Bauer punktete. Um allerdings die heiße Nummer des Männerballetts zu erleben, musste man schon bis nach Mitternacht ausharren. Wohl auch deswegen, weil die Boys ein bisschen scheu sind. Glimmer und Glanz beherrschte neben den vielen originellen Masken und Verkleidungen die Szene mit den traditionell in Rot- Weiß gehaltenen Gardekostümen. Gewohnt ausgefeilt und exakt einstudiert, mit einem Schuss Akrobatik versehen, war der Gardetanz. Zackig und mitreißend war der Showtanz das Wow-Erlebnis des Abends.

Eine Idee aus Emhof

Übrigens, die Idee des Wildererballs wurde einst in Emhof geboren und nach Schmidmühlen getragen. So ist dieser Faschingsrenner entstanden. Richard Bauer hatte sich damals der Sache angenommen und sie organisiert - jetzt ist sie längst zu einem Selbstläufer geworden.
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