Bei Jugend zu hoch gepokert

Einer der vorbildlichsten Spieler der vergangenen Jahre wird seine Fußballschuhe an den Nagel hängen: Johannes Lautenschlager (vorne) war immer ein Aushängeschild des Vereins und wird nur schwer zu ersetzen sein. Jahrelang war er auch Spielführer der 1. Mannschaft. Bild: fop
Lokales
Schmidmühlen
23.06.2015
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Die Fluktuation macht dem SV Schmidmühlen Sorgen. Die Verhandlungen für die neue Saison sind noch nicht abgeschlossen. Der Verein muss jedoch davon ausgehen, dass ihn einige Spieler verlassen oder ihre Karriere beenden. Eine erfreuliche Entwicklung gibt es aber im Kinderbereich.

Einen enormen Teil der Jahreshauptversammlung beim SV Schmidmühlen nahmen die Berichte ein. Zum Bedauern des Vereins kann er in der aktuellen Saison keine A-Seniorenmannschaft (Ü32) aufbieten. Es fanden sich zu wenige Aktive, um zuverlässig am Spielbetrieb teilnehmen zu können. Die Bemühungen von Heinrich Eichenseer, Michael Meier und Alexander Huttner liefen damit ins Leere.

Die 1. Mannschaft, in der vergangenen Saison erstmals von Marco Eckstein trainiert und von Alexander Preußl betreut, ließ die Verantwortlichen lange zittern. Bis zur Winterpause lag sie voll im Soll, am Ende holte sie 36 Punkte - mehr als in der Vorsaison. Unter Christian Humml und Manuel Wein hat die Zweite sensationell die 40-Punkte-Marke geknackt und sich frühzeitig aus dem Abstiegskampf verabschiedet. Einzig die Fluktuation macht Sorgen: Wegen Verletzungen waren 27 Spieler eingesetzt. Umso höher ist die Leistung der beiden Trainer einzuschätzen.

Kampf um den Titel

Bei der A-Jugend hat der SV wahrscheinlich zu hoch gepokert. Nachdem sie in einem dramatischen Endspurt 2014 den Verbleib in der Kreisliga gesichert hatte, wollte der Verein diese Leistung honorieren und wieder dort antreten. Robert und Heike Holler nahmen sich dieser Aufgabe an, die mit dem letzten Platz endete. Nur dem FC Amberg konnte man Paroli bieten. Die C-Jugend wurde von Tobias Baier, Daniel Liebchen (beide aktiv in den Seniorenteams) und Martin Graf trainiert. In der Qualifikationsrunde musste sie einige deutliche Schlappen hinnehmen, in der Endrunde 2015 sieht es nun deutlich besser aus: Der SV kämpft mit der JFG Vilstal um den Meistertitel.

Überragende Qualifikation

Bei der D-Jugend meldete Schmidmühlen zwei Mannschaften. Die D2 kämpfte unter Andreas Schötz in einer kompletten Saison mit Hin- und Rückrunde und belegte am Schluss mit 27 Punkten aus 13 Spielen den zweiten Tabellenplatz. Die D1 mit Trainer Gerhard Härtl spielte eine überragende Qualifikationsrunde und wurde Tabellen-Zweiter. So ist sie derzeit in der Leistungsgruppe AS02 mit neun Punkten Dritter. Die E-Jugend unter Thomas Stadlbauer und Jörg Döberl spielte eine mäßige Qualifikationsrunde, belegt aber aktuell den dritten Tabellenplatz.

Auch in anderen Bereichen ließ der SV aufhorchen. Michaela Barth initiierte ein Mutter-Kind-Turnen, das hervorragend angenommen wurde und im Herbst weiterlaufen soll. Iris Sandner organisierte einen Zumba-Kurs für Kinder, der schnell ausgebucht war. Und auch die Übungsleiter Karin Stadlbauer, Heidi Döberl und Bettina Hummel mussten schnell feststellen, dass an ihrem Kinderturnen mehr Bedarf besteht, als sie bewältigen können.
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