Besinnlichkeit hat hier Tradition

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft nahm Vorsitzender Gerald Stauber (Zweiter von rechts stehend) mit Bürgermeister Peter Braun und seinem Stellvertreter Markus Mehringer (Mitte) vor. Für 60 Jahre: Karl Böhm, Josef Wein, Heinz Weinert. 50 Jahre: Erwin Aigner, John Kappel, Renate Senft, Erich Weigert, Alfons Wein. 40 Jahre: Josef Blaschko, Karoline Böhm, Johann Braun, Manfred Walter, Karl Wiesner, Josef Färber. 30 Jahre: Christine Fuchs, Alfred Kossak, Theresia Kossak. 20 Jahre: Karl Fochtner, Markus Hum
Lokales
Schmidmühlen
30.12.2014
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Nachdenken und zur Ruhe kommen: Dieser Rat wird vor allem zum Jahreswechsel strapaziert. Dazu gehört nicht nur das Wahrnehmen von Erfolgen oder Misserfolgen, sondern auch ein Besinnen auf Werte und Traditionen. Dafür ist der Heimat- und Volkstrachtenverein erste Adresse.

Er feierte zum Jahresabschluss nicht nur nach alter Überlieferung und Tradition die Trachtenweihnacht, sondern rückte den gemeinsamen Nenner in den Mittelpunkt, den er sich seit jeher auf die Fahnen geschrieben hat: "Sitt und Brauch der Alten wollen wir erhalten." Gerade was Tradition und Brauchtum anbelangt, setzte der Heimat- und Volkstrachtenverein auch heuer Impulse und schärfte so nicht nur sein Profil, sondern auch das des Marktes Schmidmühlen als traditionsbewusste Kulturgemeinde.

Dies begann mit dem erstmals auf die Beine gestellten "Wirtshausgespräch" der Volkshochschule zum Jahresstart, das große Öffentlichkeitswirkung hatte. Die Trachtler hatten dafür nicht nur ihr Heim zur Verfügung gestellt, sondern auch oberpfälzisch aufgekocht: Roumkraut mit Surfleisch, Salzkartoffeln und Schwarzbrot gab es. Etwas Neues probierte und belebte der Trachtenverein im Herbst - er holte das Wachsstöckl zurück aus vergessener Vergangenheit. Der Kurs dazu im Heim war ein voller Erfolg, heißt es in einer Pressemitteilung. Innerhalb kürzester Zeit war er sowohl für Kinder als auch Erwachsene ausgebucht.

Einen weiteren Brauch pflegt der Verein seit Mitte der 60er Jahre: Den Nikolausdienst, den einst die Kolpingsfamilie aufgab und den die Trachtler dann übernahmen. Nicht zu vergessen auch der Kathreintanz, mit dem der Verein ebenfalls an die althergebrachte Tradition anknüpft, dass nämlich "Kathrein den Tanz einstellt".

Nach wie vor können die Trachtler nach eigener Auskunft mit über 300 Mitgliedern auf eine gesunde Basis bauen. "Einmal Trachtler, immer Trachtler" - so umschreibt der Vorstand diesen "positiven Trend", der die Verbundenheit zum Verein zeige. Diese Entwicklung sei vor 85 Jahren so wohl nicht zu erwarten gewesen, als sich am 21. Juli 1929 erstmals mehrere Freunde der Heimatkunde trafen, um den Trachtenverein zu gründen.

Der Blick in die Chronik zeigt laut Führungsriege, dass man sowohl heuer als auch in den vergangenen 85 Jahren nicht nur Vereins-, sondern auch Ortsgeschichte immer wieder mit geschrieben hat. Zum Abschluss des erlebnisreichen Jahres stand schließlich die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder auf der Tagesordnung (siehe Bildunterschrift).
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