Die bewegte Gemeinde

Die Wandergruppe, angeführt von Wegewart Peter Fochtner (vorne, mit Hut) auf dem Weg nach Winbuch. Dieser Ausflug beendete die Freiluft-Saison in Schmidmühlen Bild: pop
Lokales
Schmidmühlen
23.09.2015
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Kaum eine andere Gemeinde und kaum ein anderer Verein bewegt die Menschen wie der Heimat- und Kulturverein - im wahrsten Sinne des Wortes. Mit einer Tour nach Winbuch und einer Kirwawanderung nach Egelsheim endete die Saison der Freiluft-Ausflüge in Schmidmühlen.

Diese Wandertradition beginnt in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts, kurz nachdem Schmidmühlen das Prädikat "Staatlich anerkannter Erholungsort" und damit auch der Fremdenverkehr eine besondere Bedeutung bekam. Das Wanderwegenetz wurde ausgebaut und systematisierte Vier-Jahreszeiten-Wanderungen" wurden initiiert. Diese schliefen dann allerdings wieder etwas ein.

Mit der Idee vor nun zwei Jahrzehnten, 1995, einen Kultursommer ins Leben zu rufen, erweckten Josef Popp und der langjährige Wanderwegewart Anton Bruckmüller diese Freiluft-Touren wieder zum Leben. Sie gehören seitdem zum festen Programm des Kulturvereins. Dieser war auch bei der Landkreis-Reihe Wandern unter weiß-blauem Himmel von Anfang an mit dabei. Die Vier- Jahreszeiten- oder auch thematischen Ausflüge (ökologisch-geschichtliche in den Truppenübungsplatz, Bierkeller- und Marterltouren) fanden in den vergangenen zwei Jahrzehnten bald treue Fans: Manche dieser Veranstaltungen hatten über 200 Teilnehmer.

Insbesondere die Verknüpfung mit den Themen Natur und Geschichte erweisen sich Jahr für Jahr als Renner. Heuer ging es im Frühjahr durch das Lauterachtal entlang des Truppenübungsplatzes, die letzte große Wanderung unter weiß-blauem Himmel führte jetzt nach Winbuch. Dort bestand die Möglichkeit, die alte Dorfschmiede zu besichtigen.

Peter Fochtner organisiert nicht nur diese Angebote, er kümmert sich auch um das Wanderwegenetz in der Gemeinde - insgesamt 73 Kilometer. Die gute Beteiligung sieht er immer als Wertschätzung seiner geopferten Freizeit und geleisteten Arbeit.

Marschiert wird in Schmidmühlen übrigens nach dem Motto "Schlechtes Wanderwetter gibt es nicht, nur unangepasste Kleidung".
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