Die Sorge wächst

Zur Feier des 109. Jahrestages, verbunden mit der Josefifeier, waren die Mitglieder der Zunftvereine aus Schmidmühlen, Regenstauf, Deggendorf, Straubing und Amberg nach Schmidmühlen gekommen.
Lokales
Schmidmühlen
17.03.2015
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Sie wollen nicht Tradition der Tradition halber pflegen. Die Zunftvereine machen sich wegen mangelnden Berufsnachwuchses ernsthaft Sorgen um ihren Fortbestand.

"Gott segne das ehrbare Handwerk" - Diesen Leitspruch stellten auch heuer die Mitglieder mehrerer Zunftvereine in den Vordergrund ihres Treffens. Ohne Regenschirme konnten sie am Sonntag den 109. Jahrestag des Zunftvereins der Maurer und Zimmerleute in Schmidmühlen abhalten. Bei allem Traditionsbewusstsein drückt ein Umstand jedoch zunehmend spürbar auf die Stimmung: Es mangelt an beruflichem Nachwuchs.

Bürgermeister und Ehrenmitglied Peter Braun sowie Zunftvereinsvorsitzender Günther Bauer machten deutlich, dass jetzt auch in diesen Kerngebieten der alten Handwerksberufe die Ausbildungszahlen spürbar einbrechen. Sehr deutlich werde das auch vor dem Hintergrund des Erfahrungsaustauschs mit anderen Zunftvereinen, die sich zur Josefifeier in Schmidmühlen treffen. Heuer wurde dieser Tag vorgezogen.

Unfallfreie Arbeit und ein paar gesellige Stunden wünschte Pfarrer Werner Sulzer bei dem Gottesdienst zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder den Handwerkern. Beim weltlichen Teil der Feier freute sich Vorsitzender Günther Bauer über Delegationen des Patenvereins der Zimmerleute und Schreiner aus Amberg mit ihrem Vorsitzenden Josef Donhauser, des Brudervereins der Maurer und Zimmerleute aus Regenstauf mit ihrem stellvertretenden Vorsitzenden Hubert Eichinger, des Fachvereins der Maurer aus Deggendorf mit ihrem Vorsitzenden Franz Pongratz und des Fachvereins der Maurer und Steinmetze Straubing mit ihrem Vorsitzenden Hermann Wutz. Seit eh und je berufen sich die Zunftvereine auf Noah und den heiligen Josef aus Nazareth als ihre Schutzpatrone. Sie tragen mit Stolz ihre Zunftfahnen bei Zusammenkünften mit, auf denen neben den verschiedenen Zunftzeichen immer die Abbildung des heiligen Josef im Mittelpunkt der Fahnenstickereien steht. Doch bei mangelndem Nachwuchs scheint all das zunehmend bedroht zu sein.

Noch kann der Verein auf Mitglieder bauen. Für 50-jährige Treue zum Zunftverein der Maurer und Zimmerleute in Schmidmühlen wurden Josef Luschmann und Josef Singer geehrt. Seit 20 Jahren gehört Rudolf Werner aus Emhof dem Zunftverein an.
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