Ein Konzert wie ein Geschenk

Die Musiker des Nachwuchsorchesters hatten "A Charlie Brown Christmas" und Melodien aus dem Disney-Zeichentrickfilm "Die Eiskönigin - völlig unverfroren" einstudiert.
Lokales
Schmidmühlen
29.12.2014
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"Weihnachtskonzert" klingt immer nach etwas süßlicher Musik. Was sich die Blaskapelle St. Ägidius zum Festausklang hatte einfallen lassen, bot aber viel mehr - von Disney-Melodien über Lady-Gaga-Töne bis hin zu einem Antikriegslied.

Ein zauberhaftes Weihnachtsfinale erlebten die Zuhörer am Freitag in der Pfarrkirche beim Konzert der Blaskapelle St. Ägidius. Die Musiker mit ihrem Vorsitzenden Richard Fischer und dem musikalischen Leiter Josef Lobenhofer setzten den Schlussakkord des festlichen Musikangebots in der Pfarrei. Das Weihnachtskonzert war für mehrere hundert Zuhörer ein zusätzliches Geschenk.

Musik von der Eiskönigin

Mit verbindenden Texten zum Thema "Geschichten und Gedanken zu Engeln in unserer Zeit" und viel Wissenswertem zu feiner Weihnachtsbäckerei führte Ernst Lesser durch das Programm. Das Musikstück "A Charlie Brown Christmas" von Paul Murtha hatte das Nachwuchsorchester mitgebracht. Aus dem Disney-Märchenfilm "Frozen" (in der deutschen Version: "Die Eiskönigin - völlig unverfroren") hörte man klangvolle Melodien. Die Geschichte greift auf die Schneekönigin von Hans Christian Andersen zurück.

Die Konzertkapelle erzählte die Mär von "Nessun Dorma" (keiner schlafe). Giacomo Puccini hat das Stück 1926 uraufgeführt. Es war nach einem Arrangement von Siegried Rundel in Blaskapellenversion zu hören. Die Geschichte erinnert an den kleinen Prinzen Kalaf und das Rätsel der Prinzessin Turandot vor mehr als 3000 Jahren in China.

Zarte Klarinetten- und Querflötenpassagen waren die Begleiter zum Stück "Lady Gaga Fugue" nach einem Arrangement von Johnnie Vinson. Träumereien von Robert Schumann waren ebenso zu hören wie "Toccata d-Moll" von Johann Sebastian Bach, das wohl bekannteste Orgelwerk europäischer Kunstmusik mit seiner beeindruckenden Mehrstimmigkeit. "Happy Xmas" von John Lennon und Yoko Ono gehört mittlerweile zu den neun beliebtesten Weihnachtsliedern unserer Zeit. Entstanden ist das rockig angehauchte Stück mit fein abgestimmtem Schlagwerk und tragenden Blechinstrumenten-Passagen erst 1971 als ein Antikriegslied. Es thematisierte den damals zu Ende gehenden Vietnamkrieg.

Mit Andachtsjodler

Das innehaltende Weihnachtslieder-Potpourri von Kurt Sorbon war das Gegenstück dazu. Mit Passagen aus dem Andachtsjodler, "Morgen kommt der Weihnachtsmann", "Hei so eine Schneeballschlacht", einem andante gehaltenen "O Tannenbaum", einem getragenen "In dulci jubilo", mit "Jingle Bells" und "Oh du fröhliche". Bei "Stille Nacht" luden die Musiker zum Abschluss zum Mitsingen ein, ehe man sich wieder durch die frostige Winternacht auf den Heimweg machte.
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