Erfolge im Verborgenen

Hier kommt Nachwuchs in die Lauterach: Der Fischereiverein hat Brütlinge eingesetzt.
Lokales
Schmidmühlen
22.05.2015
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Viel wird im Naturpark Hirschwald getan, um die Artenvielfalt zu erhalten. Der Fischereiverein Schmidmühlen trägt seit vielen Jahren dazu bei. Seine Erfolge bleiben aber meist verborgen, weil sie sich - quasi unsichtbar - unter Wasser einstellen.

Wer der Meinung ist, Mitglieder eines Fischereivereins frönten nur ihrem Hobby, dem Angeln, der irrt. Der Fischereiverein der Naturparkgemeinde Schmidmühlen zeigt großes Engagement, wenn es darum geht, eine gesunde Ökologie der Gewässer, die er gepachtet hat oder besitzt, herzustellen oder zu erhalten.

3000 Brütlinge ausgesetzt

Dazu gehören immer wieder verschiedene Maßnahmen, wie der jährliche Besatz mit weniger bekannten oder auch bedrohten Arten wie Barbe, Nase oder Rutte, um ihnen in unserer Region ein Überleben zu ermöglichen.

Beim jüngsten Arbeitseinsatz wurden 3000 Bachforellen-Brütlinge von drei bis vier Zentimetern Größe im Ortsbereich von Schmidmühlen in die Lauterach und die Vils eingesetzt. Sie wurden an verschiedenen Stellen und über längere Abschnitte hinweg verteilt. Brütlinge können sich besser ans Gewässer anpassen als größere Exemplare, erklärte Hans Eiber, der Projektleiter dieser Aktion. Die Absicht dabei war ein möglichst ökologischer und nachhaltiger Aufbau der Altersstruktur der vorhandenen Vorkommen als Ergänzung zur Eieraktion im Winter.

Ziel: Bessere Laichplätze

Weiterhin ist die aktive Verbesserung von Laichplätzen an geeigneten Stellen im Bachbett angedacht: Dies soll die natürliche Reproduktion von Forellen und Äschen unterstützen. Die Bachforelle ist der Stammfisch in der Lauterach. Auch sie zählt zu den gefährdeten Arten. Sie sucht im Spätherbst oder Winter kleinere Bäche auf, um hier, in sandig-kiesigen Flachwasserbereichen, abzulaichen.

Empfindlich reagieren die Bachforellen gegen Verschmutzungen. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Krebsen, Würmern, Insekten oder kleineren Fischen. Die Gewässerverschmutzung und der saure Regen haben dazu beigetragen, dass dieser Art heute nur noch zehn Prozent ihres natürlichen Lebensraumes bleiben.

In Lauterach und Jurabach

Neben der Bachforelle kommen auch noch Saiblinge, Äschen oder Regenbogenforellen in der Lauterach vor. Auch Bachneunauge, Mühlkoppe oder Flusskrebs haben in dem kleinen Jurabach ihre Heimat.
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