Feuerwehr übt sehr realistisch in einem Abbruchhaus
Nah dran am Ernstfall

Die Bergung einer Person aus einem brennenden Haus war eine der Übungsaufgaben. Bild: pop
Lokales
Schmidmühlen
29.10.2015
0
0
Immer auf dem Laufenden bleiben müssen die Feuerwehren - denn jeder Einsatz kann neue Herausforderungen mit sich bringen. Immer wieder müssen verschiedenen Szenarien geübt werden. Eines davon war jetzt Thema einer Einsatzübung in einem zum Abbruch bestimmten Wohnhaus: ein ausgedehnter Heizungsbrand, der auf das ganze Gebäude übergriff.

Die Sicht vernebelt

Mehrere Vermisste mussten gesucht und geborgen werden. Die Übung war insbesondere wichtig für die Atemschutzträger (ATS), ohne die heute kein Feuer mehr gelöscht werden kann. Um der Realität möglichst nahe zu kommen, wurde das dreistöckige Haus mit einem Nebelgerät verraucht: Den ATS-Trupps erschwerte dies die Sicht. Auch der Einsatz neuer Geräte wie Rettungsplattform oder Wärmebildkamera stand auf dem Übungsplan. Da der Zugang über die Haustür nicht möglich war, mussten die Atemschutzträger durch die Fenster steigen.

Hydranten angezapft

Dafür war das Abbruchhaus ein optimales Übungsobjekt, bilanzierte der Einsatzleiter, 2. Kommandant Matthias Huger: Seine Aktiven konnten hier unter ganz realistischen Bedingungen üben und dabei auch Fenster und Türen zerstören - genau so, wie sie es im Ernstfall beherrschen müssen. Während der ATS-Trupp den Erstangriff übernahm, wurden parallel dazu eine Wasserversorgung aufgebaut, der Brandschutz sichergestellt und die Staatsstraße gesichert, wo ein Hydrant angezapft wurde. Die Vermissten wurden über Fenster und Rettungsplattform erstversorgt.

Insgesamt nahmen 15 Feuerwehrdienstleistende an der Einsatzübung teil. Der besondere Dank galt dabei der Familie Segerer, die das Haus dafür zur Verfügung gestellt hat.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.