Fischereiverein erläutert besondere Art des Angelns
Die Fliege machen

Bastelstunde beim Fischereiverein: Erfahrene Mitglieder demonstrierten, wie das Fliegenbinden funktioniert. Bild: pop
Lokales
Schmidmühlen
23.10.2015
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. "Wald, Wild und mehr" - so lautet das Motto der Sonderausstellung anlässlich der 35. Wildwochen, organisiert vom Heimat- und Kulturverein. Mit dabei ist wieder der Fischereiverein Schmidmühlen. Diesmal informierte er nicht nur über die Gewässerökologie ("Leben im und unter Wasser"), sondern auch über das Fliegenfischen.

Mit der Lauterach kann der Verein seinen Mitgliedern und auch Gastanglern ein Salmoniden-Gewässer anbieten, auf dem man mit der Fliege (ausschließlich mit Kunstfliege oder Nymphe) versuchen kann, eine Forelle, Äsche oder einen Saibling zu überlisten. Die Fische ernähren sich von verschiedenen Insekten und ihren Larven, zum Beispiel Eintags- und Köcherfliegen, aber auch ins Wasser gefallenen Landinsekten wie Ameisen, Käfer oder Raupen. Größere Bachforellen fressen auch die hier vorkommenden Mühlkoppen, Stichlinge und Elritzen.

Insbesondere die Eintagsfliegen, aber auch die Käfer werden zum Fischen künstlich nachgemacht. Erfahrene Mitglieder des Fischereivereins zeigten beim Themennachmittag im Hammerschloss das Fliegenbinden. Verwendet werden Trocken- oder Nassfliegen. Der Einsatz der Ersteren wird als das klassische Fliegenfischen angesehen. Hierbei werden künstliche Fliegen verwendet, die auf der Wasseroberfläche treiben. Dies wird durch Fetten und/oder die Verwendung schwimmenden Materials (etwa Rehhaar) erreicht. Mit Trockenfliegen werden meist lebende Insekten imitiert, die gerade aus der Larve geschlüpft sind.

Nassfliegenfischen gilt als älteste Form des Fliegenfischens. Hier werden künstliche Fliegen eingesetzt, die nicht schwimmen und somit unter der Wasseroberfläche zum Schlupf aufsteigende Nymphen oder dahintreibende tote Insekten darstellen sollen.

Viel Geschicklichkeit ist beim Binden und beim Angeln erforderlich. Fliegenangeln kann man grundsätzlich in jedem Gewässer. Jedes Jahr um die Weihnachtszeit werden fast 20 000 Bachforelleneier in Brutkästen zur Unterstützung eines naturnahen Bestandes ausgebracht.
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