Frauenbund-Ausstellung "Von der Wiege bis zur Schule" bereichert Marktfest
Unvergessliche alte Kinderzeit

Lokales
Schmidmühlen
06.08.2015
2
0
"Von der Wiege bis zur Schule - eine unvergessene Zeit": Mit einer Ausstellung unter diesem Titel in der Schmiede (Muck) beteiligt sich der Frauenbund am Wochenende am Marktfest. Nach den Schauen "So wohnte man früher", "Mode im Wandel der Zeit", "Frau trägt Hut", "Feines Porzellan, Keramik und Emaille", "Feine Wäsche für Tisch und Bett" ist es die sechste Teilnahme dieser Art.

Viele Schmidmühlnerinnen sind laut Presseinformation erneut dem Aufruf des Frauenbundes gefolgt und stellten ihre Raritäten für die jüngste Ausstellung zur Verfügung. "Alte Erinnerungen werden wach bei all den schönen Sachen aus der vergangenen Zeit", schwärmt Leiterin Frieda Schaller, die selbst viele Gespräche bei der Entgegennahme der Dinge geführt hat. "Puppen waren nicht zum Spielen da, sondern nur zur Schau", berichtete ihr eine Leihgeberin. Stolz ist Schaller zum Beispiel auf eine Schildkröt-Puppe mit einer Größe von fast einem Meter. Außerdem zeige die Schau einen alten Teddy-Bären, den sich ihre Besitzerin erst spät von ihrem eigens verdienten Geld kaufen konnte, weil sie vorher von ihren Eltern einfach keinen bekommen konnte. "Das ist in der heutigen Zeit unvorstellbar", meint Schaller.

Was nach ihrer Auskunft für die Mädchen Puppenküchen waren, sind für die Buben Bauklötze gewesen. Diese wurden aber einst aus Holz selbst angefertigt und sind so Teil der Ausstellung. Ebenfalls aus Holz ist ein Schaukelpferd, ehemals Hutschergaul genannt. "Mit solchen Gegenständen hat man früher gespielt, heutzutage ist der Computer oder Fernseher meistens wichtiger", schildert Schaller einen gravierenden Unterschied.

Sie freut sich aber auch über Blechspielzeug, Kleidung, Kinderwägen und vieles mehr, das sie präsentieren kann. Eine Rarität sei ferner der erste Kinder-Klostuhl aus Holz mit Topferl. Zu sehen gibt es darüber hinaus eine Karfreitags-Ratsche aus dem Böhmerwald. Damit zogen einstmals die Ratschnboum (Jungen ab der ersten Klasse) am Karfreitag und Karsamstag durch die Dörfer. Als Dank für ihren Dienst bekamen die Kinder meist Eier oder Geld.

Viele Bilder mit Schutzengeln sind weitere Höhepunkte der Schau, denn vor allem früher waren sie fester Bestandteil am Bett des Nachwuchses. Apropos: Viele Frauenbundmitglieder zeigen auch Fotos aus ihren Kindertagen. Die Ausstellung ist am Samstag, 1. August, nach dem Festzug bis etwa 21 Uhr und am Sonntag nach dem Gottesdienst ab 10.30 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.