Grundschüler bestaunen die Leistungen der Bienen
Wunder der Natur

Schutzanzüge müssen im Umgang mit den Bienen sein. Franz Schmid (links) hatte eigens die Wabe mit der Bienenkönigin aus dem Stock geholt. Auch Rektorin Ursula Braun (rechts) fand die Ausführungen interessant. Bild: bö
Lokales
Schmidmühlen
26.05.2015
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Eine besondere Unterrichtsstunde hat der Imkerverein für die Mädchen und Buben der Kombiklasse 1/2 organisiert. Damit der Imker ein Pfund echten Honig ernten kann, legen die Bienen eines Volkes eine Strecke zurück, die dem dreifachen Erdumfang entspricht. Dies und noch viel mehr erzählten die Imker Franz Schmid, Petra Schneider und Bianka Birner den Kindern der Erasmus-Grasser-Grundschule, als diese ihnen einen Besuch abstatteten.

Schüler regen Besuch an

Die Anregung dazu war aus den Reihen der Schüler gekommen, so Schulleiterin Ursula Braun. Denn in Schmidmühlen habe sich im Bereich der Imkerei in den letzten zwei Jahren enorm viel bewegt. "Imkern auf Probe" sei die große Herausforderung im Umgang mit den Bienen gewesen. Lange sah es nicht gut aus um den Verein, erzählten Franz Schmid und Petra Schneider. Aber seit drei Jahren sei ein beispielloser Aufwärtstrend zu verzeichnen. Acht Neu-Imker seien derzeit dabei, sich das nötige Rüstzeug im Umgang mit den Bienen anzueignen. Als Wunder der Natur nannte Franz Schmid die Biene. Eine Königin, mehrere hundert Drohnen sowie 30 000 bis 60 000 Arbeiterinnen bilden ein Bienenvolk.

Gelee royale als Futter

Die Kinder waren erstaunt, dass Arbeitsbienen bis zur Hälfte ihres Körpergewichts an Nektar oder Pollen im Fluge transportieren können. Mit 180 bis 250 Flügelschlägen pro Sekunde erreichen die Bienen ein Fluggeschwindigkeit von bis zu 30 km/h, informierten die Imker. Angefangen vom Gelee royale, das der Königin als Futter dient, bis zum Wabenbau, die jahrtausende Nutzung der Bienen für die Honig- und Wachsgewinnung und die Zeit der Honigernte: All das stand im Mittelpunkt der Fragestunde. Die Kinder erfuhren auch, dass die Bienen in Europa als drittwichtigstes "Haustier" etwa 22 Milliarden Euro erwirtschaften.
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