Gruppe Willin setzt Kontrapunkt zu Tanz der Trachtler
Protest im Schloss

Fein abgestimmt, sensibel und glaubwürdig nahmen die fünf Musiker von Willin ihre Zuhörer mit auf eine Reise in die vergangenen Jahrzehnte. Es gab wohl niemanden, der den Besuch des Konzertes bereute. Bild: pop
Lokales
Schmidmühlen
26.11.2014
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Revolution war im Hammerschloss angesagt - nicht mit Schwertern und Pistolen, vielmehr waren es Songs aus fast vier Jahrzehnten, die damals für Rebellion sorgten - und begeisterten.

Zum sechsten Mal luden die Sportschützen zum etwas anderen Konzert mit der Gruppe Willin ein, die aus der Band Chesty Morgan hervorgegangen ist. Hans Deml, Martin Höllriegl, Heiner Winkeler, Stefan Erras und Michael Buckley sind vor allem im Städtedreieck rund um Burglengenfeld bekannte Musiker.

Bürgerrechtsbewegung, Emanzipation, Anti-Apartheid, Live Aid Anti-Kriegs-Songs gehören zum Repertoire. Die Nacht im Hammerschloss stand unter dem Motto: "Come together - Songs for a better world". Die rockigen Lieder für eine bessere Welt waren drei Stunden lang zu hören. Ein Protestsong nach dem anderen führte zurück in das Ende der 60er Jahre, in die 70er und 80er, als zum Beispiel der Vietnamkrieg tobte und in Südafrika die Weißen die Schwarzen unterdrückten.

In Songs wie "Talkin' 'bout A Revolution" (Tracy Chapman) oder "Biko" von Peter Gabriel ging es um Protest und Freiheitskampf. Auch der Bürgerkrieg wischen Protestanten und Katholiken in Irland ("Zombie" von den Cranberries) wurde thematisiert.

Nicht fehlen durften Janis Joplin, die mit ihrem Song "Mercedes Benz" ihren persönlichen Kommentar zu Glück und Selbstwertgefühl durch materiellen Besitz abgab, oder Eddy Grant mit "Joanna", seiner Hommage an Johannesburg, dem Zentrum der Schwarzen in Südafrika.
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