Heimat ist nicht Folklore

Lokales
Schmidmühlen
10.02.2015
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Viele Initiativen hat der Schmidmühlener Heimat- und Kulturverein schon ergriffen. Das soll auch so bleiben. Denn erreicht werden mit diesen Bemühungen nicht nur die Menschen im Ort. Oft kommen auch Auswärtige. Wie zum Räuber Hotzenplotz.

Ein gutes Stück Arbeit war es für den Heimat- und Kulturverein im vergangenen Jahr, um die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Davon berichtete Vorsitzende Eva Eichenseer bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Lindenhof. Ihr Resümee rief unter anderem drei Konzerte im Hammerschloss, eine Osterbrunnen-Fahrt und eine Stadtführung in Amberg in Erinnerung.

Für Bürgermeister Peter Braun ist das nur bewältigbar, weil "Mitglieder und viele Helfer dahinter stehen, dass alles funktioniert". Für sie hatte er die Anregung einer Fahrt in die Kulturhauptstadt Pilsen parat. "Schon wegen der Nähe bietet sich ein Besuch an." Konzentriert hatten sich die Bemühungen des Vereins im vergangenen Jahr in erster Linie auf die Vorbereitung und Aufführung des Stücks Räuber Hotzenplotz im Hof des Hammerschlosses. Sechsmal wurde es gezeigt. Ein bisschen mehr Sonne und beständigeres Wetter hätte man schon vertragen können, zog Eichenseer als Resümee, freute sich mit den Mitgliedern aber über einen "sehr schönen Erfolg mit annähernd 1100 Zuschauern". Regie führte Bernhard Hübl geführt.

Gerne zu Fuß

Wanderwegewart Peter Fochtner war laut seines Berichts im vergangenen Jahr in dieser Eigenschaft etwas mehr als 70 Stunden unterwegs, um verschiedene Routen wie den Albrand- oder Wachholder-Wanderweg sowie verschiedene Kurzwanderwege rund um Schmidmühlen wieder freizuschneiden und die Markierungen zu ergänzen.

Gut angekommen seien seinen Worten zufolge die Kirwa-Wanderungen, die zu verschiedenen Kirchweihfesten in der Nachbarschaft führten. "Im Schnitt waren es 16 Teilnehmer, die an den Kirchweihmontagen mit dabei gewesen sind", listete Fochtner auf. Drei Wanderungen haben in die nahere Umgebung geführt, und über 70 Teilnehmer waren bei dem Gang nach Bergheim dabei, den Dr. Markus Perpeet vom Bundesforstamt begleitet hatte.

Termine stehen schon

Kurzfristig denkt Fochtner noch an eine eventuelle Winterwanderung nach Winbuch. "Wir planen eine Maiwanderung, und zum Tag des offenen Denkmals im September wollen wir die alte Dorfschmiede in Winbuch mit einer Einkehr im Dorfgemeinschaftshaus besuchen", kündigte der Wanderwart an. Neunmal stehen heuer Kirwa-Wanderungen im Kalender, auch das Eselrennen beim Marktfest soll es wieder geben.

Festhalten will der Verein, so die Vorsitzende, an dem sogenannten musikalischen Knödelbogen und einer Streckenlegung beim Hammerschloss zum Auftakt der Wildwochen. "Diese Veranstaltung ist im vergangenen Jahr von der Bevölkerung gut angenommen worden." Eingebunden sind hier auch die Jäger, die beiden beteiligten Wirtsfamilien Pfann und Altenbuchner.

Über die Vereinsfinanzen berichtete Schatzmeisterin Cornelia Schmidt. Paul Böhm wurde als Interimsschriftführer für Edith Ferstl bis zu nächsten Wahl in zwei Jahren gewählt.
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