Kläranlage: Sanierung fällig

Über drei Gatter wird dem Klärbecken Sauerstoff zugeführt. Mit einer neuen Belüftungsanlage wäre der Betrieb der umlaufenden Brücke nicht mehr erforderlich.
Lokales
Schmidmühlen
22.08.2015
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Seit 1994 ist die Kläranlage in Schmidmühlen im Betrieb. Da gilt es, in den nächsten Jahren die eine oder andere technische Einrichtung zu sanieren oder zu erneuern. Beginnen will der Markt damit im nächsten Jahr.

Zusammen mit Bürgermeister Peter Braun machte sich jetzt der Ausschuss für Bau, Umwelt, Verkehr und Energie ein Bild vom Zustand der Anlage. Begleitet wurden die Bürgervertreter dabei von Jörg Rennemann von der Firma KS-Klärschlamm Service sowie den Klärwärtern Robert Messmann und Dieter Baumer.

Ein erster Schritt wird für den Markt die Erneuerung der Belüftungsanlage sein. "Daran werden wir jetzt nicht mehr vorbeikommen", merkte Bürgermeister Braun an. 2004 wurde hier bereits saniert, doch jetzt stoßen die Abwasserwerte an vorgegebene Grenzen.

Bis 2017 Vollzug

Bis 2017 muss der Austausch erledigt sein. Gedacht ist an den Einbau einer Schlammm-Membran-Belüftungsanlage, wie sie in den vergangenen Jahren bereits in den Nachbargemeinden Rieden und Kastl eingebaut worden ist. Momentan sind in der Anlage zwischen Schmidmühlen und Emhof drei Belüftungsgatter für die Anreicherung mit Sauerstoff in Betrieb. Mit der neuen Ausstattung könnte dann auch die Brücke des Klärteichs stillgelegt werden.

Ein weiterer Aspekt sind die enorme Senkung von Energiekosten und eine wesentlich höhere Betriebsbereitschaft der Anlage, hieß es im Bauausschuss. Eine erste, grobe Kostenschätzung dieser Maßnahme mit neuen Kompaktgebläsen für die Sauerstoff-Zufuhr geht von etwa 100 000 Euro aus. Mehr Informationen dazu soll es bei einer der nächsten Sitzungen des Marktgemeinderates im September oder Oktober geben - wenn die entsprechenden Angebote vorliegen, ließ Bürgermeister Peter Braun wissen. "Die Investition sollte heuer noch vom Marktgemeinderat beschlossen werden", gab er als Zeitrahmen vor. Die Bereitstellung der Haushaltsmittel und die Bauausführung seien allerdings erst für das Jahr 2016 geplant.

Über 30 Prozent gespart

Besichtigt wurde auch die Kläranlage des Zweckverbandes Unteres Vilstal in Vilshofen, um sich dort über die Funktion der neuen Sauerstoffbelüftung zu informieren. Wie Bürgermeister Erwin Geitner und Klärwärter Jürgen Hosch anmerkten, hat Vilshofen mit der Nachrüstung der neuen Belüftungsanlage im Jahr 2012 gute Erfahrungen gesammelt.

Ausschlaggebend sei in diesem Zusammenhang auch eine Stromersparnis von mehr als 30 Prozent jährlich gewesen. Dies könnte auch in Schmidmühlen so sein.
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