Mauer droht einzustürzen

Ein etwa 30 Meter langes Teilstück der Friedhofsmauer in Schmidmühlen gilt als einsturzgefährdet. Dies hat jetzt der Untersuchungsbericht eines Gutachters bestätigt. Der Bereich wird laut Bürgermeister Peter Braun (Bild) ab sofort mit einem Trassierband abgesperrt. Bild: bö
Lokales
Schmidmühlen
17.04.2015
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Der Zahn der Zeit nagt an der Friedhofsmauer in Schmidmühlen. Und zwar gewaltig. Ein 30 Meter langer Abschnitt ist nicht mehr stabil. Es besteht sogar Einsturzgefahr, sagt ein Statik-Gutachter.

Sorgenfalten bekommt der Schmidmühlener Bürgermeister Peter Braun, wenn er das Gutachten über die Standsicherheit der Friedhofsmauer in Schmidmühlen studiert. Ein großes Teilstück in Richtung Süd-westen zur US-Wohnsiedlung hin, ist laut eines eingeschalteten Statikers als einsturzgefährdet einzustufen.

Gutachter warnt

Bei einem Ortstermin hatten sich sowohl der Bauausschuss des Marktgemeinderates als auch Pfarrer Werner Sulzer ein Bild vom Zustand der Mauer gemacht. Die Prüfung durch einen Sachverständigen ergab jetzt, dass die Standsicherheit der Mauer im südwestlichen Bereich nicht mehr gewährleistet ist. Auf einen Meter Höhe neigt sich die Friedhofsmauer in diesem Bereich mittlerweile um 17 Zentimeter. Der betroffene Bereich, so die Anordnung von Bürgermeister Peter Braun, wird umgehend mit einem Absperrband versehen. Die Friedhofsbesucher werden gebeten, nicht mehr hinter dieses Absperrband zu gehen, so Bürgermeister Peter Braun und Pfarrer Werner Sulzer.

Gräber in der Nähe

Besonders prekär dürften die Sicherungsarbeiten werden, weil sich unmittelbar vor der Mauer Gräber befinden. Das Fundament der Mauer reicht bis etwa 60 Zentimeter in den Boden. Die Gräber sind in der Regel zwischen 1,80 und 2 Meter tief. Hierdurch, so der Gutachter, werde die Gründungsebene der Mauer untergraben. Der Boden werde immer wieder aufgelockert, mit dem Einbruch der Gräber sacke das Erdreich im Bereich der Fundamentsohle ab. Dadurch habe das Fundament im Laufe der Jahrzehnte seine Stützung durch den gewachsenen Boden verloren.

Der Gutachter nannte die erforderlichen Maßnahmen: Der gefährdete Mauerbereich muss vorerst gestützt werden. Die Sicherungen sollten zwischen den Gräbern angeordnet werden. Für eine langfristige Lösung müsse man wohl den gefährdeten Bereich abtragen und wieder aufbauen. Ein weiterer Ansatz wäre eine Tieferführung der Fundamente mit Pfählen oder eine Stabilisierung mit Erdankern.
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