Mit Kniefällen zu Maria

63 Wallfahrer machten sich in Schmidmühlen auf den Weg zum Habsberg. Unterwegs schlossen sich weitere Pilger an. Bild: bjo
Lokales
Schmidmühlen
19.08.2015
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Trotz der sehr heißen Temperaturen pilgerten 80 Teilnehmer aus Schmidmühlen und Umgebung auf den Habsberg: Manche von ihnen folgen dieser Tradition schon seit Kindertagen.

Über rund 25 Kilometer führte der Fußmarsch zur Wallfahrtskirche Maria, Heil der Kranken. Rupert und Albin Koller von der Sanitätsgruppe Rohrbach begleiteten die Gruppe mit einem Sanka und Rita Geitner mit einem weiteren Fahrzeug. In der Pfarrkirche Schmidmühlen spendete Urlaubsvertreter Pfarrer Robichen Scaria den Wallfahrtssegen. Der Geistliche machte sich dann selbst mit auf den Weg zum Habsberg.

Dieser führte wieder entlang des Lauterachradwegs, durch Wald und Flur nach Adertshausen, wo die Wallfahrer kostenlos Getränke bekamen. Für die Absicherung war erneut Alfred Hantsch zuständig, zum ersten Mal unterstützt vom 15-jährigen Lukas Fischer. Dieser war zwar schon ein paar Mal die Hälfte der Strecke mitgegangen, "doch dieses Mal hat der Papa gesagt, dass ich komplett mitgehen soll".

Fest im Terminkalender

Viele Teilnehmer pilgern aus Tradition, andere auch nach einer überstandenen Krankheit. Die Brüder Martin und Andy Fischer haben den Termin 14. August fest in ihrem Terminkalender vermerkt: Sie wissen gar nicht, wie oft sie schon zum Habsberg gegangen sind: "15 bis 20 Mal etwa, vielleicht mal mit einer Unterbrechung wegen der Arbeit. Der Habsberg-Gang ist für uns Tradition und wir werden dabei sein, so lange es geht." Wallfahrtsleiter Johann Bauer vermutet, dass der diesjährige leichte Rückgang der Fußwallfahrer mit der anhaltenden großen Hitze zu tun hatte.

Weiter ging es nach der Trinkpause nach Hohenburg, Allersburg und zur ersten Rast nach Ransbach. Der Tischtennisverein hatte dorthin, in die Maschinenhalle von Familie Winter, wieder Brotzeiten, Kuchen und Kaffee gebracht. Bis zum Nachmittag war die Gruppe auf 80 Teilnehmer angewachsen. Norbert Wittl von der US Army begleitete sie durch den Übungsplatz. Danach wurde der erste Kniefall gebetet - nach alter Überlieferung geschieht dies an drei Stellen, an denen sich früher den Pilgern die Wallfahrtskirche zeigte.

Glocken grüßen die Pilger

Für eine Stärkung in Bernla sorgte Adolf Söldner jun. An den Kirchen und Kapellen, an denen die Wallfahrer vorbeikamen, läuteten die Glocken. Gegen 18 Uhr erreichte die Gruppe die Wallfahrtskirche zum Gottesdienst.

In seiner Festpredigt sagte Dekan Elmar Spöttle, mit Blick auf oft anstrengende Wallfahrten, wer in einer schwierigen Angelegenheit einen wichtigen Sinn erkenne, sei auch bereit, Großes zu leisten. Viele Menschen schätzten den heiligen Berg als Kraftort, an dem sie bei Gott und Maria auftanken dürfen.

Die traditionelle Lichterprozession musste dann wegen Regens in die Kirche verlegt werden.
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