Mitglieder schwärmen zu Imkern

Seit über 100 Jahren gibt es die Imker in Schmidmühlen. Nach einer Nachwuchsflaute in der Vergangenheit haben sie seit 2013 wieder einen regelrechten Mitgliederboom zu verzeichnen. Bild: pop
Lokales
Schmidmühlen
08.05.2015
0
0

Bienenfleißig war der Imkerverein Schmidmühlen schon immer. Das hat ihn vor einigen Jahren, als der Nachwuchs ausblieb, vor der drohenden Auflösung bewahrt. Doch diese Zeiten sind vorbei. Jetzt schwärmen sie wieder zum Verein: Nicht die Bienen sind gemeint, sondern neue Mitglieder.

Klar, dass das einer der erfreulichsten Punkte bei der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus in Winbuch war. In entsprechend entspannter Stimmung blickte Vorsitzender Josef Fleischmann in seinem Bericht neben vielen "gelungenen Aktionen" auf diese Entwicklung, die nach seinen Worten seit 2013 bis einschließlich heuer "durchweg positiv läuft".

Allein 2014 gab es 17 Neuzugänge, in diesem Jahr bis dato bereits elf weitere. Das einst drohende "Damoklesschwert" eines möglichen Vereinsendes sei damit "absolut verschwunden", zumal im vergangenen Jahr auch keinerlei Austritte zu verzeichnen waren.

Der Zustrom an Neuimkern wirkt sich laut Fleischmann auch positiv auf die Bienenvölker aus. 70 an der Zahl konnten heuer an den Verband gemeldet werden, 2014 waren es noch 38 gewesen. Im kommenden Jahr sollen voraussichtlich acht weitere Völker der Jungimker dazukommen, was einer Verdoppelung innerhalb von zwei Jahren entspricht, betonte Fleischmann stolz.

Winter gut überstanden

In seinem Rückblick wies er darauf hin, dass der Winter 2013/2014 praktisch ausgefallen war, weshalb die Bienensaison bereits Ende März startete. Die Kehrseite sei aber eine sehr hohe Varroabelastung in den Sommermonaten gewesen, bei der die Imker jedoch die richtigen Mittel angewandt hätten, so dass nach dem ersten Jahr bis auf ein Volk alle den Winter überstanden. Der Schwarmtrieb sorgte laut Fleischmann für einige Überraschungen, vor allem manchen ungeplanten Nachwuchs in den Bienenstöcken.

Start für Königinnenzucht

Gestartet wurde ferner das Projekt "Königinnenzucht", das von Thomas Müller geleitet wird und dem Verein helfen soll, eigene Völker nachzuziehen. Start der Aktion war ein Infoabend in Winbuch Anfang April, der sehr gut besucht war. Zu den Höhepunkten 2014 zählte für den Vorsitzenden ferner die Teilnahme am Marktfest in Imkerkleidung und mit geschmücktem Wagen sowie die Tatsache, dass Ende September aus dem Imkerverein Schmidmühlen ein "e.V." wurde. Erstmals beteiligten sich die Schmidmühlener am Weihnachtsmarkt und seit Oktober gibt es einen regelmäßigen Stammtisch einmal monatlich im Gasthaus Lindenhof (siehe Kasten).

Erfreulich fiel auch der Kassenbericht von Johann Edenharter aus. Er sprach von einem kleinen finanziellen Polster, das die Möglichkeiten für weitere Aktivitäten eröffne. Zweite Bürgermeisterin Eva Eichenseer freute sich über den Aufschwung beim Verein, der schließlich einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt leiste.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7906)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.