Nie mehr Funk-Probleme

Kommandant Jürgen Ehrnsberger (vorne rechts) und Gerätewart Robert Meßmann (hinten) fachsimpelten mit den Mitarbeitern der Firma, die den Einbau der Digitalfunkgeräte erledigt. Bild: pop
Lokales
Schmidmühlen
16.03.2015
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Für die drei Feuerwehren der Gemeinde bricht ein neues Zeitalter an, zumindest was den Funk anbelangt. Alle drei wurden mit dem neuen Digitalfunk ausgerüstet. Viele Aufgaben warten nun auf die Aktiven.

Drei Tage war eine Fachfirma in Schmidmühlen vor Ort, um in die vier Fahrzeuge die neue Technik einzubauen. Für den Schmidmühlener Kommandanten und Kreisbrandmeister Jürgen Ehrnsberger ist dies ein wichtiger Schritt für die Feuerwehren. Denn der Digitalfunk gewährleiste optimale und schnelle Hilfe - eine Investition, die sich sicher lohnen werde.

Künftig werden in ganz Bayern Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und auch die staatlichen Behörden per modernem und abhörsicherem Digitalfunk miteinander kommunizieren. Dazu zählen auch rund 450 000 Helfer der Feuerwehren, des Katastrophenschutzes, des Rettungsdienstes, des Technischen Hilfswerks, aber auch der Zoll und die Polizei von Bund und Ländern.

Ab jetzt beginnen für die Feuerwehrangehörigen der Gemeinde die Schulungen und Einweisungen in die Digitalfunkgeräte durch Maike Leuthmetzer von der Feuerwehr Winbuch. Sie wurde als Multiplikatorin für die gesamte Gemeinde geschult und ist nun für die Funkausbildung verantwortlich.

Augenblicklich, so informiert Jürgen Ehrnsberger, arbeitet man im Parallelbetrieb von Analog- und Digitalfunk. Anfang 2016 solle komplett auf digital umgestellt werden. Analogfunk diene dann noch als Rückfallebene, um bei eventuellen Schwierigkeiten noch einsatzbereit zu sein.

Bald Probebetrieb

Jedes Fahrzeug der Gemeindewehren wurde mit einem MRT (Mobile Radio Terminal) und mehreren HRT (Handheld Radio Terminal) für die Wehrleute ausgestattet. "Auf jeden Fall sind wir für den Probebetrieb im Landkreis, der noch im März beginnen soll, in der Gemeinde bestens gerüstet", sagte Kommandant Ehrnsberger. Für Schmidmühlen sei der Digitalfunk sicher eine große Verbesserung, da es hier aufgrund der natürlichen Gegebenheiten in den vergangenen Jahren mit dem Analogfunk immer wieder große Probleme gegeben habe.

Von der Kreisbrandinspektion wurden den Feuerwehren Informationen zu den neuen Funkkanälen an die Hand gegeben, um den Einstieg in den Digitalfunk zu erleichtern. Für die reibungslosen Abläufe bei akuten Notlagen müssen jetzt Kommunikationsprozesse, Meldewege sowie die Umsetzung von technischen Maßnahmen geübt werden.
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