Nur für die ganz Harten

Schmidmühlen war schon im vergangenen Jahr Verpflegungsstation beim Extrem-Lauf Jurasteig nonstop Ultratrail. Archivbild: fop
Lokales
Schmidmühlen
04.03.2015
19
0

Was bewegt Menschen dazu, in zwei Tagen eine Strecke von rund 230 Kilometern und eine Höhendifferenz von 7900 Metern so schnell wie möglich zu bewältigen? Mancher "normale" Sportler wird da nur den Kopf schütteln.

Die Teilnehmer des "Junut" (Jurasteig nonstop Ultratrail) juckt das nur wenig: Sie lieben dieses Extrem und tun alles dafür, um von Freitag bis Sonntag, 10. bis 12. April, dabei zu sein.

Noch gut vier Wochen, dann gastiert in Schmidmühlen und im Unteren Vils-und Lauterachtal wieder ein Event, das selbst viele Sportinteressierte nur schwer nachvollziehen können. Schon alleine nur dabei zu sein, ist nämlich gar nicht so einfach: Man kann sich dazu nicht einfach anmelden und versuchen, so weit wie möglich zu kommen. Für Otto-Normal-Verbraucher sind es strenge Kriterien, die Organisationsleiter Gerhard Börner vorgegeben hat. Nur bereits auf Langdistanzen erfolgreiche Sportler werden zu dem ExtremLauf zugelassen.

Wer in welcher Gruppe und überhaupt starten darf, das behält sich der Organisationsleiter selbst vor. So werden schnelle Läufergruppen angeboten, aber auch Gruppen, die "nur" 172 Kilometer zurücklegen. Dementsprechend werden die Startzeiten in Dietfurt festgelegt.

Meldet sich jemand in der "langsamen" Gruppe und ist dann zu schnell, kann es ihm passieren, dass er vor verschlossenen Türen steht. An den Verpflegungsstellen wird auch die Zeit genommen. Die Läufer können hier verschieden Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Aufgeschlüsselt wird dies alles in einem sogenannten Road-Book. Zwölf Stationen müssen dabei angelaufen werden. Neben Schmidmühlen sind dies Dietfurt (Start und Ziel), Riedenburg, Kelheim, Matting, Schönhofen, Pielenhofen, Dallackenried, Hohenburg, Kastl, Habsberg, Deining und Holstein. Schmidmühlen ist eine von vier Cut-Off Stellen. Alle Läufer, die in Schmidmühlen nicht bis spätestens Samstag, 16 Uhr, eintreffen und auch wieder loslaufen, werden aus der Wertung genommen.

Schmidmühlen und Hohenburg sind die Knackpunkte des gesamten Laufs: In Ersterem haben die Läufer 138,5 Kilometer hinter sich, in Letzterem 151. Es geht also dem Ende zu, die Hälfte ist geschafft. Wer sich bis hierher durchsetzt, der gibt normalerweise nicht mehr auf. Interessierte sind am Sportgelände in Schmidmühlen genauso wie entlang der gesamten Laufstrecke willkommen.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.