Pfarrer Werner Sulzer formuliert Gedanken zum Fest
Gott ein Eigfleischter

Ein besonderes Weihnachtsgeschenk: Kinder führten an Heiligabend ein Krippenspiel auf. Bild: bjo
Lokales
Schmidmühlen
27.12.2014
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Was ist "a Eigfleischter"? Dieser Frage ging Pfarrer Werner Sulzer in der Christmette nach. Seine Antwort: "Nicht halbherzig, sondern mit jeder Faser seines Herzens" hinter etwas stehen und sich mit all seinen Kräften für etwas einsetzen - und zwar dauerhaft. "A Eigfleischter": Wenn dieses Wort überhaupt für jemand gelte, dann für Gott an Weihnachten.

Das Fest beging die Pfarrei mit durchweg sehr gut besuchten Gottesdiensten in der Pfarrkirche. Dazu gehörte am Heiligabend neben der Christmette auch eine Kinderkrippenfeier. Letztere umrahmten die Bläsergruppe der Blaskapelle St. Ägidius, Schola und Corde Vobiscum sowie die Kinder mit einem Krippenspiel. Bei der Christmette sang der Kirchenchor, Volksgesang mit Weihnachtsliedern war am ersten Feiertag angesagt. Den zweiten Feiertag begleitete der Männergesangsverein mit vierstimmigen Weihnachtslieder.

Gott zeige im wahrsten Sinne des Wortes, "dass er ein eingefleischter Menschenfreund ist", unterstrich Pfarrer Sulzer: Wirklich alles lasse er stehen und liegen - seine Macht, seine Unverletzlichkeit, seine Allwissenheit, alle Eigenschaften, die wir für gewöhnlich mit Gott verbinden - "um uns nahezukommen": Für ihn stehe jeder einzelne Mensch und nicht irgendeine Gesetz oder das Universum an erster Stelle.

Weihnachten zeige dies - frage aber auch: Bist du ein eingefleischter Christ? Welchen Stellenwert hat dieses Freundschaftsangebot Gottes an dich? "Wirklich Weihnachten wird es erst, wenn ich die Menschenfreundlichkeit Gottes positiv beantworte und selbst zum Christus- und Menschenfreund werde", sagte Sulzer. "Mein Vertrauen zu ihm soll mir in Fleisch und Blut übergehen, mein Denken und Handeln, jede Phase meines Herzens bestimmen und nicht wie ein Mäntelchen sein, das ich gelegentlich überstreife und bei nächster Gelegenheit wieder ablege."

Bei der Marienfigur brannte wieder das Friedenslicht, das in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet wurde und ein weltweites Symbol des Friedens ist. Nach den Gottesdiensten konnte es jeder mit zu sich nach Hause nehmen.
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