Polizeibeamte geben Senioren Tipps für Straßenverkehr
Am Stachus lieber auf den Zebrastreifen

Eine der Gefahrenstellen in Schmidmühlen ist die Kreuzung Bahnhof- und Hohenburger Straße, "Stachus" genannt: Hier sollten Fußgänger unbedingt den Zebrastreifen nutzen, empfahlen die beiden Amberger Polizeibeamten beim Seniorennachmittag. Bild: pop
Lokales
Schmidmühlen
05.11.2015
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Für die beiden Seniorenbeauftragen des Marktes, Christine Werner und Martina De Wille, ist es ein wichtiges Thema: die Sicherheit im Straßenverkehr. Die Polizeioberkommissare Johann Treiber und Horst Strehl von der Amberger Inspektion gaben dazu bei einem Seniorennachmittag viele Informationen. Sie sensibilisierten ihre Zuhörer für manche Gefahrenstelle im Ortsbereich Schmidmühlens.

Immer mehr Ältere

Aufgrund der demografischen Entwicklung steigt die Zahl der Verkehrsteilnehmer über 60 Jahre ständig, auch in Schmidmühlen. Das Alter bringt nach den Worten der Experten Veränderungen mit sich: Beweglichkeit, Sehschärfe und Gehör lassen nach. Im vergangenen Jahr seien Verkehrsunfälle mit Fußgängern zwar zurückgegangen, dennoch gebe es seit 2010 einen steten Anstieg. Bei den Radler-Unfällen ist es genauso.

Wichtig für Senioren, die auf der Straße unterwegs sind, ist ein geeignetes, dem Untergrund angepasstes Schuhwerk. "Nicht zwischen parkenden Fahrzeugen die Straße überqueren", lautete ein Tipp der Polizisten. Wichtig sei, vor allem im Herbst und Winter, helle Kleidung. In Schmidmühlen gibt es nach Ansicht der Experten einige gefährliche Straßenabschnitte, die größte Aufmerksamkeit erfordern. Dazu gehört die Kreuzung Bahnhof- und Hohenburger Straße, der "Stachus": Hier sollten Fußgänger unbedingt den Zebrastreifen nutzen. Radelnden Senioren empfahl Johann Treiber, verkehrsruhigere Zeiten und Strecken zu wählen - möglichst auf Radwegen. Auf jeden Fall sollten sie Gepäck sicher auf dem Träger verstauen, und keine Taschen an den Lenker hängen. Bei E- Bikes sollte man die Geschwindigkeit nicht unterschätzen.

Nahe am Ausstieg sitzen

Die Zahl der Autounfälle ist 2014 stark gesunken, sei aber immer noch so hoch wie 2010. Wie wichtig Aufklärung für Ältere ist, zeigt die Statistik: Der Seniorenanteil bei Unfällen ist in den vergangenen zehn Jahren um 50 Prozent gestiegen.

Auch für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel hatten die Fachleute Tipps: Vorne einsteigen und einen Sitzplatz nahe dem Ausstieg wählen, um genügend Zeit zum Aussteigen zu haben. Die Hände sollten frei sein, um sich festhalten zu können.
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