Prinzengarde Schmidmühlen trainiert fleißig für Fasching
Sie spüren schon das Kribbeln in den Beinen

Wer möchte da nicht gerne Prinz sein? Das ist die Prinzengarde des Faschingskomitees Schmidmühlen mit ihren elf jungen Damen, die schon seit Mai fleißig für ihre bald beginnenden Auftritte trainieren. Bild: bjo
Lokales
Schmidmühlen
31.10.2014
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Bis zum offiziellen Faschingsauftakt am 11.11. um 11.11 Uhr ist nicht mehr weit hin. Sehr viel länger bereitet sich aber schon das Faschingskomitee Schmidmühlen auf die närrische Zeit vor. Vor allem die Garde trainiert bereits fleißig, und zwar schon seit vergangenem Frühjahr.

Sie hat seit mehreren Jahren einen festen Kern von Tänzerinnen, was von der guten Stimmung zwischen den Mädchen und auch dem Spaß zeugt, den alle bei Übungen und Auftritten haben. Natürlich heißt das eingeschworene Team aber auch jederzeit Neuzugänge willkommen. Mehr als die Hälfte der Mädchen ist schon über drei Jahre dabei, drei weitere junge Damen sind sogar schon sechs Jahre und länger aktiv.

Zwei Mal pro Woche aktiv

Neben gemeinsamen Unternehmungen darf aber natürlich auch das Training nicht zu kurz kommen. Die Prinzengarde übt seit Mai zwei Mal pro Woche und vereinzelt zusätzlich am Wochenende. Jede Einheit beinhaltet nicht nur die Arbeit an den Choreographien, sondern hat immer zunächst einen ausgedehnten Aufwärmteil (Aerobic), an den sich verschiedene Kraftübungen für die Stärkung der Muskulatur anschließen. Danach müssen die Muskeln und Bänder natürlich noch ordentlich gedehnt werden, bevor es mit dem eigentlichen Tanzen losgehen kann. Neben dem steten Training für Kondition, Ausdauer und Gelenkigkeit werden derzeit zwei Tänze einstudiert: ein traditioneller Gardemarsch nach verschiedenen Melodien und ein flotter Showtanz. Mehr als 60 Trainingsstunden sind dabei schon angefallen.

Auch vonseiten des Vereins wird die Kameradschaft zwischen den Mädchen gefördert. "Gardetanz ist nicht nur Spaß und Gaudi im Fasching, da steckt auch ziemlich viel Arbeit und Schweiß dahinter", sagen die jungen Damen unisono. Nach wie vor trainieren sie regelmäßig mit Hand- und Fußgewichten, um ihre Ausdauer zu steigern und die Gelenkigkeit zu erhöhen.

Neben all dem sind natürlich auch wieder die nötigen Kostüme bei der "Hofschneiderin" in Bearbeitung. Die Choreographie hat Marion Bauer neu übernommen. Sie hörte sich viele CDs und Kassetten an, um die richtige Auswahl zu treffen. Nach der Musik richtete sie dann die Tanzelemente und Darbietungen aus. Takte auszählen, Figuren und Spagate in Gardemarsch und Showtanz einplanen - all das gehört dazu. Viele Tag- und Nachtstunden sind dabei wieder angefallen.

"Alles noch einmal"

Bis aber der Fasching so richtig anläuft, stehen noch viele weitere Trainingseinheiten auf dem Programm, zumal bei der jüngsten Probe noch nicht alles richtig rund lief. Da beendete zum Beispiel Marion Bauer plötzlich die Musik und gab das Kommando: "Alles noch einmal und haltet die Tanzpositionen ein! Zählt bei den einzelnen Passagen mit und achtet auf den jeweiligen Abstand zur Partnerin."

Die Anstrengung merkt man den Mädchen an, wenn sie manche Unterbrechung gerne nutzen, um einfach mal wieder Luft zu holen. Trotzdem wird viel gelacht und Spaß gemacht. Bei einigen Hebefiguren ist dennoch Akrobatik gefragt und vor allem das gegenseitige Vertrauen der jungen Damen, die übrigens das Motto ihres schon ebenso fleißig geübten Showtanzes noch nicht verraten wollen.

Das soll nach ihrem Wunsch vorerst ein Geheimnis bleiben. Aber natürlich spüren die Mädchen schon das "berühmte Kribbeln in den Beinen" vor ihren ersten Auftritten. Sie "freuen sich auf die Saison", in der viele Engagements auf sie warten - meistens natürlich an den Wochenenden, die so ziemlich ausgebucht sind. (Hintergrund)
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